Bist du frei und unabhängig? Wirklich?

JugendFilmTage mit Präventionsparcours in Herzberg ein voller Erfolg!

...KKHL Mareike Spillner

Bist du frei und unabhängig? Wirklich? Oder bestimmt eine Sucht – nach Nikotin, Alkohol, Social Media oder anderem – zumindest zum Teil, dein Leben? Schülerinnen und Schüler aus der KGS Bad Lauterberg, der OBS Herzberg, der Realschule auf dem Röddenberg Osterode, der OBS Hattorf, der BBS II Osterode sowie der Wartbergschule Osterode haben in der vergangenen Woche an drei Veranstaltungstagen einen Parcours zum Thema Nikotin-, Medien- und Alkoholsucht absolviert. Und das auf ganz spielerische Art. Danach ging es ganz stilecht mit Popcorn ins Kino.

Die Hauptorganisation der JugendFilmTage übernimmt traditionell die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) zusammen mit dem Netzwerk Suchtprävention in der Region Osterode/Südharz – daneben war in hoher Zahl auch wieder die Evangelische Jugend Harzer Land am Start. Zudem ist das Kino als Partner der Jugendfilmtage natürlich ein wichtiger Baustein, genau wie die Nicolaigemeinde Herzberg, die Niedersächsische Landesstelle für Suchtfragen sowie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Ziel der Veranstaltung ist es, über die gesundheitlichen Folgen und das Abhängigkeitspotenzial von Rauchen, Alkohol und Medien zu informieren und Schüler*innen zu einem risikobewussten und konsum-mindernden Umgang mit Alkohol und Medien zu motivieren. In der Praxis sah das so aus: Im Herzberger Martin-Luther-Haus konnten sie ein Quiz lösen, sich bei verschiedenen Spielen und Mitmach-Aktionen Wissen aneignen, mit den Akteuren über „No Go’s“ in den sozialen Medien ins Gespräch kommen oder mit der „Promille-Brille“ Hindernisse überwinden. Ein Blick durch die Brille macht deutlich: Einfach ist das nicht, bei verzerrter Wahrnehmung einen kleinen Ball zu fangen oder die richtige Linie auf dem Boden zu finden – nicht die, die man doppelt sieht… Wichtig sind aber auch die persönlichen Gespräche am Rande, ist sich das Team einig. So geht es beim Thema Shisha beispielsweise darum, dass Shisharauchen ebenso gefährlich ist wie Zigaretten. Mitunter sogar noch intensiver, da der Rauch länger im Mund bleibt und tiefer inhaliert wird. Es entstehen interessante Diskussionen, wenn sich die Jugendlichen mitteilen – auch über die Folgen von Suchtverhalten wie Distanz zu Freunden, das Schwinden von Freiheit und Selbstbestimmung, das unter Druck stehen, schwindeln und verleugnen…

Anschließend folgt der Weg ins Kino, wo zunächst das Quiz aufgelöst wird, und Gewinne winken, aber auch weitere Gespräche geführt und weiteres Feedback eingeholt werden. Zum Abschluss können die Jugendlichen schließlich einen der Filme „Ready Player One“ und „Don’t worry, weglaufen geht nicht“, „Flugmodus“ oder „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“ ansehen.

Etwa 370 Schülerinnen und Schüler aus sechs Schulen von der 7. Klasse bis zu den berufsbildenden Schulen nahmen in diesem Jahr an den drei Tagen teil – und es bleibt zu hoffen, dass sie etwas mitgenommen haben, was sie vor der ein oder anderen bösen Erfahrung mit Suchtmitteln bewahrt.

 

Rieke Heitmüller

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Auch für übermäßigen Medienkonsum sensibilisieren

JugendFilmTage finden vom 13. bis 15. September 2022 in Herzberg statt

... KKHL Mareike Spillner

Schüler für das Thema Sucht zu sensibilisieren, ist manchmal nicht ganz leicht. Einerseits sollen Fakten vermittelt werden, ohne dass es langweilig wird. Andererseits soll alles ein bisschen spielerisch ablaufen, ohne dass aber der eigentliche Anlass aus dem Fokus verschwindet. Als guter Ansatz stellten sich die JugendFilmTage im Herzberger Kino heraus. Die Hauptorganisation übernimmt die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) zusammen mit dem Netzwerk Suchtprävention in der Region Osterode/Südharz.

Von Dienstag, 13., bis Donnerstag, 15. September, finden die JugendFilmTage in Herzberg für alle Schulklassen und Lehrkräfte ab der 6. Klasse bis hin zu berufsbildenden Schulen des Altkreises Osterode am Harz statt. Ziel der Veranstaltung ist es, über die gesundheitlichen Folgen und das Abhängigkeitspotenzial von Rauchen, Alkohol und Drogen zu informieren und Schüler*innen zu einem risikobewussten und konsum-mindernden Umgang mit Alkohol und auch Medienkonsum zu motivieren. Für die JugendFilmTage gibt es Kooperationen mit der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Kinowelt Herzberg, wie auch mit der Evangelischen Jugend Harzer Land und der Evangelisch-lutherischen Nicolaigemeinde Herzberg.

„Die Veranstaltungen bestehen aus Mitmach-Aktionen und einer Filmvorschau und werden im Martin-Luther-Haus sowie in der Kinowelt Herzberg stattfinden. Das Projekt gibt es bereits seit 2018 – in diesem Jahr nehmen sechs Schulen teil“, berichtet Suchtpräventionsfachkraft Anja Kanzinger. Abgesehen von der örtlichen Trennung werden dieses Jahr wieder Klassen bzw. Schulen auf unterschiedliche Uhrzeiten und Tage vormittags verteilt. Dabei erstreckt sich die bunte Filmauswahl von den ehemaligen Kino Blockbustern „Ready Player One“ und „Don’t worry, weglaufen geht nicht“ für die höheren Klassen bis hin zu dem Film „Flugmodus“ und „Systemfehler – Wenn Inge tanzt“, einer deutschen Produktion, für die jüngeren Schüler*innen.

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Rieke Heitmüller

Diakonie-Sonntag in Gieboldehausen Juli 2022

Bei strahlendem Sonnenschein hat am Sonntag, den 3. Juli ein großes Gemeindefest mit Diakonie-Gottesdienst rund um die Ev.-luth. Kirche in Gieboldehausen stattgefunden.
Kirche und Diakonie als eine gemeinsame, sichtbare Einheit stand dabei thematisch vor allem im Mittelpunkt und verschiedene Akteure waren daher bei der Veranstaltung involviert.

Gemeinsam mit dem Diakonischen Werk Harzer Land waren wir mit einem interaktiven Stand vertreten. Bei uns konnten die Gäste zuordnen, wieviel Gramm Alkohol in welchem Getränk versteckt sind. Dazu waren wir in Form einer szenischen Lesung Teil des Diakonie-Gottesdienstes. Insgesamt war das eine schöne, gesellige Aktion!

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Konzertabend mit Frank Bode in der Christuskirche

Bild: Christian Dolle

Das Leben ist garnicht so schwer

...KKHL Christian Dolle

„Alkohol ist dein Sanitäter in der Not; Alkohol ist dein Fallschirm und dein Rettungsboot; Alkohol ist das Drahtseil, auf dem du stehst...“ Mit diesem Song von Herbert Grönemeyer begann Frank Bode sein Konzert in der Herzberger Christuskirche. Alkohol war das Thema der Aktionswoche der Suchtberatungen und genau dazu hatten die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Kirchenkreis Harzer Land wie deren Förderkreis LOS ihn auch eingeladen.

Es war also ein Mottokonzert, eines, das sich mit der Gefahr und der Sucht, die durch die Volksdroge hervorgerufen wird, beschäftigt, aber auch mit der Befreiung davon. Nicht eben einfach ein solches Thema über Musik zu transportieren. Doch hier erwies sich Frank Bode als erfahrener Entertainer, dem es gelang, einerseits die Bedeutung des Abends deutlich zu machen, ohne dabei aber auf die Tränendrüse zu drücken.

Er spielte eigene Songs wie auch Cover, so unter anderem seinen Titel „Die Zuversicht“, den er nach eigener Aussage während der Pandemie geschrieben und zuvor noch nie live gespielt hatte, oder auch Peter Alexanders „Die kleine Kneipe“, die bei ihm seltsamerweise gar nicht so angestaubt klang, wie das Alter des Stücks es vermuten lässt. Das Motto des Abends war immer präsent, dabei war es aber immer auch ein mitreißendes Konzert eines tollen Musikers.

Zwischendurch erzählte Frank Bode von einem Freund, den er am Alkohol hatte zerbrechen sehen, aber auch von einem Menschen, den er überzeugen konnte, den Weg zurück zum Leben einzuschlagen. Für die Texte war er nicht ganz allein zuständig, zu Beginn führte Anja Kanzinger mit dem Churchill-Zitat „Die Kunst ist, einmal mehr aufzustehen als man umgeworfen wird“ in den Abend ein. Zum Aufstehen brauche man die Hände, machte sie deutlich, oder aber die Hände eines anderen, vielleicht auch Gottes Hand. Weiterhin las Christina Schöngart-Decker zwei Texte, einen von Marna Gordon übers Zögern und Aufschieben einen von Portia Nelson mit dem Titel „Autobiografie in fünf Kapiteln“, der sich metaphorisch mit Problembewältigung auseinandersetzt.

Am Ende schloss Frank Bode mit Westernhagens „Lass uns leben... das Leben ist gar nicht so schwer“ sowie noch einer eigenen Songpremiere mit dem ebenfalls positiven Titel „Geh weiter“. So blieb am Ende nicht das Problem als Essenz, sondern Überwindung und Mut und vor allem ein außergewöhnlicher und wohl in Erinnerung bleibender Konzertabend.

 

Ingrid Baum
Tel.: 05522/901969

Zur aktuellen Situation in der Fachstelle

Wir bitten Sie auf Grund der aktuellen Lage nicht unangemeldet zu uns in die Fachstelle zu kommen. Sie erreichen uns per Telefon unter 05522/901969 in der Zeit von 8:30-13:00 Uhr, außerhalb der Bürozeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet. Bitte hinterlassen Sie Ihren Namen und Ihre Telefonnummer, wir rufen Sie schnellstmöglich zurück.

Bei Aufsuchen der Fachstelle gilt:

Die 0 G Regelung sowie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes einschließlich der erforderlichen Verhaltensregelungen.

Selbstverständlich bieten wir neben den Beratungsgesprächen vor Ort auch Beratungsgespräche am Telefon an oder auch in Absprache per Video.

Wir würden uns sehr freuen, wenn diese Umstände Sie nicht davon abhalten, unser Beratungsangebot wahrzunehmen. Wir wissen darum, wie schwierig es gerade in Corona-Zeiten ist, Suchtproblemen etwas entgegenzusetzen.

An dieser Stelle möchten wir betonen, dass sich unser Angebot sowohl an Betroffene mit Suchtproblemen richtet sowie an deren Angehörige und Bezugspersonen.    

Ingrid Baum
Tel.: 05522/901969

Prävention mit Eventcharakter

Jugendfilmtage mit 290 Schülerinnen und Schülern

... KKHL Christian Dolle

Schülerinnen und Schüler aus der KGS Bad Lauterberg, der OBS Herzberg, der BBS II Osterode sowie der Wartbergschule Osterode stellten sich in der vergangenen Woche einem Parcours zum Thema Nikotin- und Alkoholsucht und wurden dafür mit einem Kinofilm belohnt. Das ist das Konzept der Jugendfilmtage des Netzwerks Suchtprävention, zu dem viele verschiedene Akteure aus dem Harzer Land gehören.

Ziel ist es natürlich, Jugendliche für die Gefahren von Alkohol- und Zigarettenkonsum etc. zu sensibilisieren, eben auf eine spielerische Art und mit einem gewissen Eventcharakter. Im Klartext hieß das, dass die Klassen im Martin-Luther-Haus in Herzberg ankamen und dann dort ein Quiz zu lösen hatten, sich in verschiedenen Spielen Wissen aneignen konnten oder eben mit der „Promille-Brille“ Hindernisse zu überwinden hatten.

Anschließend ging es rüber ins Kino, wo sie einen der Filme „Flight“ (mit Denzel Washington), „Thank you for smoking“, „Zoey“ oder „Sing Street“ sehen durften. Zuvor wurde natürlich noch das Quiz aufgelöst und es gab auch etwas zu gewinnen. Dabei ist das Kino als Partner der Jugendfilmtage natürlich ein wichtiger Baustein, zumal das Team der Kinowelt voll hinter der jährlichen Aktion steht und Prävention in solcher Form für besonders gelungen erachtet und daher gerne unterstützt.

 

Allerdings ist es nicht nur das, was vordergründig passiert, sagen unter anderem die Diakone Ann-Kathrin Schirmer und David Scherger. Es sind nämlich auch die kleinen persönlichen Gespräche am Rande, die sie ungemein wichtig finden. So geht es beim Thema Shisha beispielsweise auch um die traditionelle Verwurzelung in manchen Familien, wo Eltern aber klare Verbote aussprechen, Kinder aber natürlich irgendwann mal neugierig werden. Einige von ihnen sind daher erstaunlich gut informiert, dass Shisharauchen ebenso gefährlich ist wie Zigaretten und es entstehen interessante Diskussionen.

Oder wenn abseits der Menge ein Jugendlicher erzählt, dass er zwar wisse, wie gefährlich Suchtmittel sind, aber beim Stress im Elternhaus das Gefühl hat, auf die Zigarette nicht verzichten zu können. Das sind die kleinen Momente, die aber viel bringen, so ist sich das Team sicher, wenn die Jugendlichen sich öffnen, die Aktion nicht nur als außerschulischen Lernstoff begreifen, sondern auf sich selbst und ihren Alltag beziehen. Etwa 290 Schülerinnen und Schüler nahmen in diesem Jahr an den drei Tagen insgesamt teil und vermutlich haben viele von ihnen durchaus etwas mitgenommen, was sie vor der einen oder anderen bösen Erfahrung bewahren kann.

Rieke Heitmüller

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Jugendfilmtage am Aktionstag Suchtberatung

... KKHL Christian Dolle

Um auf den Stellenwert von Suchtberatungsstellen hinzuweisen, hat die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen e.V. am 10. November einen Aktionstag ausgerufen. Es soll auf die Arbeit der Beratungsstellen vor Ort hingewiesen werden und die Angebote vor allem bei jenen bekannter gemacht werden, die bisher noch nicht wissen, welche Unterstützung sie dort bekommen können.

Im Harzer Land ist die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Osterode vielen ein Begriff und bietet immer wieder zahlreiche Beratungs- und Hilfsangebote an. Für Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger ist auch die Prävention ein wichtiger Baustein, um gar nicht erst den Halt zu verlieren. In ihrer Arbeit weisen sie daher schon Kinder und Jugendliche immer wieder auf die Gefahren verschiedener Suchtmittel hin, das allerdings nicht belehrend, sondern durch Aktionen, die auch spannend sind und Spaß machen.

Dazu zählen unter anderem die Jugendfilmtage, die in diesem Jahr auch auf den Aktionstag fallen. Sie finden nämlich von Dienstag, 9. November, bis Donnerstag, 11. November, in der Kinowelt Herzberg sowie im Martin-Luther-Haus statt. Eingeladen sind Schulklassen der Jahrgänge 6 bis 10 aus verschiedenen Schulen des Altkreises Osterode, die zum einen an Stationen auf Wissenswertes über die möglichen Folgen von Alkohol und das Abhängigkeitspotenzial des Rauchens hingewiesen werden und zum anderen eingeladen sind, gemeinsam einen Film zu sehen, der das Thema streift.

Insgesamt ca. 340 Schüler*innen werden diesmal dabei sein, freuen sich Anja Kanzinger und Rieke Heitmüller, die alles gemeinsam mit dem Netzwerk Suchtprävention auf die Beine stellen und dankbar sind, dass eine solch große Aktion mit den inzwischen eingespielten Akteuren auch „coronagerecht“ auf die Beine gestellt werden kann. Ein ganz besonderer Dank gilt natürlich dem Kino, das dabei einen großen Anteil hat, aber auch der Nicolai-Gemeinde, die das Martin-Luther-Haus zur Verfügung stellt, damit überhaupt Abstände eingehalten werden können.

Gerade diese Kooperation, so sagen die beiden, zeige deutlich, wie ernst das Thema Sucht und Suchtprävention hier von vielen auch über die Fachstelle hinaus genommen wird und sind überzeugt, damit ihren Teil zum bundesweiten Aktionstag beitragen zu können.

Rieke Heitmüller

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Anmeldungszeitraum für die JugendFilmTage 2021 hat begonnen!

Von Dienstag, den 09.11 bis Donnerstag, den 11.11.21 finden die JugendFilmTage in Herzberg für alle Lehrkräfte und Schulklassen des 6. bis 10. Jahrgangs des Altkreises Osterode am Harz statt. Ziel der Veranstaltung ist es, über die gesundheitlichen Folgen und das Abhängigkeitspotenzial von Rauchen zu informieren und Schüler*innen zu einem risikobewussten und konsummindernden Umgang mit Alkohol zu motivieren.

Die Veranstaltung besteht sowohl aus Mitmach-Aktionen wie auch aus einer Filmvorschau und findet im Martin-Luther-Haus sowie in der Kinowelt Herzberg statt. Abgesehen von der örtlichen Trennung werden dieses Jahr auch Klassen bzw. Schulen auf unterschiedliche Uhrzeiten & Tage vormittags verteilt, um alle notwendigen Hygiene-Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie einzuhalten.

Dabei erstreckt sich die bunte Filmauswahl von den ehemaligen Kino Blockbustern „Flight“ und „Thank you for smoking“ für die 9./10. Klassen bis hin zu  dem irischen Film „Sing Street“ und der deutschen Filmproduktion „Zoey“ für die jüngeren Schüler*innen. Der Eintrittspreis pro Schüler*in beträgt 2€.

Die regionale Hauptorganisation für diese Veranstaltung hat die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Osterode (FSP) gemeinsam mit dem Netzwerk Suchtprävetnion der Region Osterode/Südharz übernommen. Dazu bestehen für die JugendFilmTage Kooperationen mit der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen, der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA), der Kinowelt Herzberg, wie auch mit der Evangelischen Jugend Harzer Land und der Evangelisch-lutherischen Nicolaigemeinde Herzberg.

Anmeldungen sind bis zum 11. Oktober bei der FSP möglich. Für Rückfragen kontaktieren Sie uns gerne per Mail an praevention@suchtberatung-osterode.de oder telefonisch unter 05522-901969!

Rieke Heitmüller

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Podcast der Hochschule Nordhausen mit unseren Präventionsfachkräften

Wie ist der Beruf als Präventionsfachkraft?
Wie verläuft Schulprävention zu Pandemie-Zeiten?
Wie kann die App „Actionbound“ genutzt werden?

– all diese Fragen werden verständlich und authentisch im Gespräch mit unseren beiden Präventionsfachkräften aufgegriffen.

Geführt wird das Interview von Lia Zaulig und den Schnitt der Tonaufnahme hat Lea Staufenbiel übernommen. Beide sind Studentinnen der Hochschule in Nordhausen und der Podcast ist ein Teil ihres Theorie-Praxis-Projekts „Prävention und Öffentlichkeitsarbeit der Suchthilfe“ im Sommersemester 2021.

Wollen Sie wissen, was genau die App „Actionbound“ ist und was wir in der Prävention zu Lockdown-Zeiten gemacht haben – dann hören Sie gerne rein!

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

FSP als Projektpartner der BBS 1 Osterode im Schuljahr 2020/21

Die Schüler*innen des 12. Jahrgangs des Beruflichen Gymnasiums – Gesundheit und Soziales mit dem Schwerpunkt Sozialpädagogik der BBS 1 Osterode kooperieren jedes Jahr gemeinsam mit Firmen und Einrichtungen des Landkreises, um im Rahmen einer Prüfungsleistung ein gemeinsames Projekt zu organisieren.

Diesmal fungierte unsere Fachstelle als Auftragsgeber und Ansprechpartner für die Schüler*innen von Februar bis Juli 2021. Hierbei wurden sie von den Präventionsfachkräften Anja Kanzinger und Rieke Heitmüller unterstützt, um sich mit dem Thema "Substanzinduzierte Störungen" auseinander zu setzen. Dazu wurden die jungen Erwachsenen der Klassen GS19A und GS19B von den Fachlehrkräften der BBS 1 Miriam Dal-Pra Stricker und Arne Warmuth fachkundig betreut.

 

Nach monatelanger Arbeit entwickelten die Klassen ein Aufklärungskonzept zu verschiedensten Aspekten dieses Themenkomplexes. Schließlich erfolgte in Kleingruppen die Abschlusspräsentation der Projektergebnisse als eine Mischung aus Vortrag und interaktiven Mitmach-Elementen wie Fragebogen, Interviews und Quizze in digitaler Form. Trotz der ungewöhnlichen Umstände auf Grund der Pandemie sind viele tolle Projektergebnisse entstanden, die sich sehen lassen können.

 

Einen ausführlichen Artikel und Bilder der Abschlusspräsentation, verfasst von Dipl. Handelslehrer und Oberstudienrat Jan Wenzel, können Sie auf der Homepage der BBS 1 einsehen: https://bbs1osterode.de/index.php/2021/07/13/projektepraesentiertbg-2021/

Anja Kanzinger
Tel.: 05522/901969

Mit jungen Menschen über ihren Alkohol- und Drogenkonsum sprechen

Fortbildung der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention zum Programm „MOVE“

Für pädagogische Mitarbeitende, die Kontakt mit riskant konsumierenden Jugendlichen haben, bietet die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention eine Fortbildung zum Gesprächsführungskonzept "MOVE – Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen" an. Hierfür können sich Interessierte aus den Arbeitsbereichen Jugendarbeit und -hilfe, Familien- und Erziehungshilfe, Schule und Schulsozialarbeit, Vereine, Betreuungsdienste und verwandte Arbeitsbereiche anmelden.

Zeigt sich bei Jugendlichen ein problematisches Konsumverhalten legaler oder illegaler Drogen, schätzen die Jugendlichen selbst ihren Konsum meistens nicht als problematisch ein. Daher empfinden sie sich nicht als suchtgefährdet und nehmen die Angebote der Suchthilfe weniger wahr.

Das Fortbildungsangebot „MOVE“ will die pädagogischen Mitarbeitenden dabei unterstützen mit den Jugendlichen ins Gespräch zu kommen, um diesen eine angemessene Rückmeldung zum beobachteten, möglicherweise riskanten Konsum zu geben. Die Fortbildung findet an drei aufeinander folgenden Terminen (09., 14. & 22. Sept. 2021) statt. Bei Interesse können Sie sich per Mail unter mail@suchtberatung-osterode oder per Telefon 05522/901969 an die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention melden.

Rieke Heitmüller

Veröffentlichung des Jahresberichtes 2020

Wieder durchgängig Gespräche vor Ort möglich

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Osterode veröffentlicht ihren Jahresbericht 2020. Dieser ist als Druckexemplar über die Fachstelle oder als Download über diese Homepage (bitte hier klicken) erhältlich. Wie vielerorts hat Corona den Arbeitsalltag der Fachstelle 2020 eingeschränkt, aber auch für Veränderungen und mediale Erweiterungen gesorgt. Gespräche und Veranstaltungen fanden während des Lockdowns überwiegend telefonisch oder per Videokonferenz statt. Es hat sich gezeigt, dass sich viele Menschen auf diese Art der Kontaktaufnahme einstellen konnten und für sich das Beratungs- und Präventionsangebot der Fachstelle positiv nutzten. Aufgrund der aktuellen Situation freuen sich die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Fachstelle in Osterode darüber, wieder durchgängig persönliche Gespräche in der Beratungsstelle im Kirchenzentrum, Schlossplatz 3a anbieten zu können – selbstverständlich unter Einhaltung der üblichen Corona-Schutzregeln. Bei Erstanmeldung wird um eine telefonische Kontaktaufnahme unter 05522/901969 oder per E-Mail an mail@suchtberatung-osterode.de gebeten. Präventionsangebote können zusätzlich unter praevention@suchtberatungosterode.de angefragt werden.

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969

Fahrerlaubnis weg - was tun?

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Kurs zur Vorbereitung auf die MPU an

Der Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr ist für die betroffenen Autofahrer*innen eine mittlere bis schwere Katastrophe. Ein Führerscheinentzug bedeutet nicht nur einen Einschnitt in die (mobile) Selbstbestimmung, sondern ist vielfach mit drastischen beruflichen, finanziellen, sozialen und psychischen Konsequenzen verbunden. Neben einer Strafe und einer Sperrfrist wird unter bestimmten Bedingungen noch ein sogenannter „Idiotentest“, eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet, bevor die Fahrerlaubnis wiedererteilt werden kann.

Bei einer geforderten und bevorstehenden MPU steht ziemlich viel auf dem Spiel. Neben der Anspannung „Hoffentlich komme ich durch!!“ erleben die betroffenen Personen im Vorfeld auch große Unsicherheiten „Was kommt auf mich zu??“

Wenn man die Sperrfrist sinnvoll nutzen und sich gut und umfassend auf die MPU vorbereiten möchte, ist das Angebot der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention mit ihrem Angebot „Führerscheinkurs für alkohol- und drogenauffällige Verkehrsteilnehmer*innen“ eine kompetente Unterstützung für die betroffenen MPU- Kandidaten*innen.

  • Wie läuft eine MPU ab?
  • Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit ich eine positive Begutachtung bekomme?
  • Wie ist das mit den Abstinenznachweisen?
  • Was wollen die im psychologischen Gespräch von mir wissen?
  • Wann kann ich den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen?

Diese häufig gestellten Fragen werden gründlich im Führerscheinkurs bearbeitet. Notwendige Kenntnisse zum Straßenverkehrsrecht und grundlegende Informationen zum Thema Alkohol- und Drogenkonsum im und außerhalb des Straßenverkehrs werden vermittelt. Die realistische Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens und Strategien, wie eigenes Risikoverhalten minimiert und künftigen Führerscheinentzügen vorgebeugt werden kann sind weiterhin Bestandteil des Kurses. Zusätzlich werden Gesprächssituationen vorbereitet und geübt.  

Der Führerscheinkurs startet am Samstag, den 28.08.2021. Er umfasst insgesamt 18 Unterrichtsstunden, verteilt auf drei Samstagvormittage und drei Einzelgespräche. Ein Vorgespräch ist notwendig.  Der Führerscheinkurs ist kostenpflichtig.

Ausführliche Informationen und Anmeldungen bei Christina Schöngart-Decker unter der Telefonnummer: 05522/901969

Christina Schöngart-Decker
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

„Actionbound“ getestet und für gut befunden

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet App für Schüler an

... KKHL Christian Dolle

Präventionsveranstaltungen in Schulen sind ein wichtiger Baustein in der Arbeit der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Harzer Land. Weil es nun einmal wichtig ist, Kinder und Jugendliche stark zu machen für Krisensituationen, also vielleicht auch gerade für Situationen wie im Moment, in denen es doch verlockend wäre, sich in eine Sucht zu flüchten und die Realität einfach auszublenden.

Nun sind Besuche an Schulen und große Aktionen mit vielen Jugendlichen schon seit Monaten selten bis überhaupt nicht möglich. Doch das ist gar nicht so schlimm, denn diejenigen, die die Präventionsfachkräfte Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger erreichen wollen, sogenannte „digital natives“, sprich mit digitalen Medien aufgewachsen. Die App „Actionbound“, die heruntergeladen werden muss und die mit QR-Codes arbeitet, ist für diese Generation also technisch gesehen keine große Herausforderung.

Inhaltlich geht es zum einen um Alkohol, zum anderen um Cannabis, Suchtmittel, mit denen Jugendliche mit großer Wahrscheinlichkeit direkt oder indirekt in Berührung kommen, so dass es für sie wichtig ist, die Gefahren und einige Hintergründe zu kennen und Risiken einschätzen zu können. Doch ist es überhaupt möglich, ein Bewusstsein dafür über eine App zu schaffen?

„Actionbound“ versucht das in Form eines Quiz zu jeweils einem Thema, das für die neunte Klasse konzipiert ist, aber auch von jüngeren oder älteren Interessierten genutzt werden kann. Aenne Wolter und Merle Bär haben die App getestet. „Es ist eine tolle Variante um Jugendliche auf die Gefahren hinzuweisen und ihr Interesse in Sachen Drogenprävention zu wecken“, sagt Aenne insgesamt über die App. Vor allem jene Fragen, bei denen es darum ging, beispielsweise den Verlauf einer Sucht in die richtige Reihenfolge zu bringen, habe ihr gut gefallen. Bei einigen anderen macht sie den Verbesserungsvorschlag, ein Textfeld einzubauen, da ihrer Meinung nach manch selbst formulierte Antwort ernsteres Nachdenken voraussetzt.

Als Spaß beim Lernen empfand Merle „Actionbound“ und lobt vor allem die Einbettung von Fotos und Videos. „Manchmal hat es etwas gehangen und es waren ein paar Tippfehler drin“, gibt sie sozusagen als Hausaufgabe mit, insgesamt würde sie die App aber auf jeden Fall weiterempfehlen.

„Mir wurde erneut ins Gedächtnis gerufen, dass auch Alkohol starke Auswirkungen haben kann und zu einer Sucht führen kann“, sagt Aenne, das Quiz habe bei ihr bewirkt, Alkohol als Droge nicht zu unterschätzen, was auch Merle als Fazit bestätigen kann. Zum Thema Cannabis zieht sie die Lehre: „Man sollte einfach die Finger davonlassen weil es einem egal in welcher Richtung nur schadet. Es sei denn es ist zu Medizinischen Zwecken gedacht.“ Und auch Aenne hat das Quiz noch mehr abgeschreckt, es einfach mal auszuprobieren.

Unterm Strich also ein ehrliches und positives Feedback und für die Präventionsfachkräfte der Fachstelle ein klares Zeichen, dass sie auf dem richtigen Weg sind und ihre Arbeit auch in einer Zeit des Homeschoolings fortführen können. Die App „Actionbound“ kann wie oben erwähnt im App-Store oder bei Google Play kostenlos heruntergeladen werden. Anja Kanzinger und Rieke Heitmüller helfen gerne dabei, den QR-Code als Zugang für die Bounds zu erhalten, ebenso wie auch alle anderen Mitarbeiter der Fachstelle immer ansprechbar sind. Ihre Arbeit wird nach geltenden Vorsichtsmaßnahmen selbstverständlich nicht nur digital fortgesetzt.

Rieke Heitmüller
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/ 901969
Fax: 05522/ 901961

Anja Kanzinger
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Zu oft online – bin ich süchtig?

Interview mit den Präventionsfachkräften Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger

... Chr. Dolle Kirchenkreis Harzer Land

Nie war das Thema Digitalisierung so wichtig wie jetzt. Im notwendigen Homeoffice, für Schülerinnen und Schüler beim Homeschooling, aber auch, um soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und sogar, um an kulturellen oder kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen zu können. Auf der anderen Seite ist zu viel Mediennutzung aber nicht unumstritten, die Onlinesucht sogar eine anerkannte Krankheit.

Über letzteres können die Präventionsfachkräfte Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Harzer Land einiges erzählen. Online Gaming Disorder nennt sich die Sucht im Fachjargon und es gibt eine klare Definition, ab wann Zocken etc. gefährlich wird. Das hat eindeutig nämlich nicht nur mit der Zeit zu tun, die Nutzer im Internet verbringen, denn die erhöht sich in Zeiten der Pandemie und der Lockdowns nun mal unweigerlich und ohne, dass es gleich ein Alarmzeichen sein muss.

Wenn jedoch Jugendliche nur noch vor dem Computer oder am Handy hängen, reale Freundschaften und andere Hobbys vernachlässigen und sich somit sämtliche Prioritäten verschieben, dann könnte es für Eltern an der Zeit sein, das zu hinterfragen und sich gegebenenfalls Hilfe zu holen.
Die bieten Rieke Heitmüller und Anja Kanzinger in der Fachstelle, aber immer wieder auch bei Besuchen in Schulen (wenn es denn möglich ist), wo das Thema Mediennutzung durchaus eine Rolle spielen sollte. Dabei geht es ihnen keinesfalls darum, die Onlinewelten etc. zu verteufeln, denn nicht nur jetzt, sondern auch zu normalen Zeiten ermöglichen sie uns heute nun einmal Kontakte in alle Welt, die früher so nicht möglich waren.

Und auch das Zocken an sich sei durchaus ein legitimes Hobby, sagen sie, nur sollte es eben nicht zu viel Raum und einen zu hohen Stellenwert einnehmen. Ein Unterschied zu anderen Suchtmitteln, die sich eindeutig als solche bezeichnen lassen besteht nun einmal und die früher häufig auch medial angeheizte „Killerspieldiskussion“ sollte inzwischen eigentlich differenzierter geführt werden.

Was genau die beiden Präventionerinnen damit meinen, welche Tipps sie Eltern an die Hand geben und auch wie genau die Onlinesucht definiert ist bzw. anhand welcher Fragestellungen sich sogar jeder selbst ein Stück weit testen kann, erläutern sie in einem ausführlichen Interview. Dieses ist jetzt auf Youtube online, auf dem Kanal „CrYzZ Storys“ bzw. hier:

Rieke Heitmüller
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/ 901969
Fax: 05522/ 901961

Anja Kanzinger
Schloßplatz 3a
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Tel.: 05522/901969
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Aktionstag Suchtberatung: "Kommunal wertvoll!"

Kreisrat Marcel Riethig besuchte die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

... Chr. Dolle Kirchenkreis Harzer Land

In Niedersachsen gibt es laut Statistiken etwa 700 000 suchtkranke Menschen. Im Harzer Land kümmert sich die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Osterode um dieses Thema, das durch Corona noch einmal brisanter wird, weil äußere Unsicherheit bei einigen Menschen den Griff zum Suchtmittel nun einmal nahelegt. Auch um darauf aufmerksam zu machen, nimmt die Fachstelle am bundesweiten „Aktionstag Suchtberatung: Kommunal wertvoll!“ am kommenden Mittwoch, 4. November, teil.

Unter dem Stichwort „kommunal wertvoll“ hat die Leiterin der Fachstelle, Ingrid Baum, den Göttinger Kreisrat Marcel Riethig zu einem Gespräch mit dem Team eingeladen, da sie davon überzeugt ist, dass Suchtberatung und Politik so eng wie möglich im Dialog stehen sollten, um Probleme gemeinsam zu erkennen und anzupacken. Riethig seinerseits sagte sofort zu und betonte dann auch, wie sehr er die Arbeit schätzt. „Das Angebot ist nicht nur kommunal wertvoll, sondern unverzichtbar“, sagte er.

Auch glaube er, dass der Altkreis Göttingen hier vom Altkreis Osterode lernen könne, wenn er sieht, wie das Thema Sucht und Suchtprävention hier schon immer ganzheitlich und mit einer sehr engen Vernetzung aller Akteure behandelt wurde. Daher lobte er auch den Aktionstag, der auf die wichtige Arbeit hinweist, aber auch deutlich macht, dass sie eben Geld kostet.

Zu den Ansätzen ihrer Arbeit machte Ingrid Baum deutlich, wie wichtig es sei, nicht nur die Betroffenen, sondern auch das familiäre Umfeld im Blick zu haben, die ebenfalls kompetente Ansprechpartner brauchen. Ein Problem hier in der Region seien da manchmal schon Kosten für Fahrtwege beispielsweise von Bad Sachsa nach Osterode, was manche davon abhält, sich Hilfe zu suchen. Hier sieht sie einen Punkt, an dem die Politik unterstützen könnte.

Der Kreisrat nahm das als Anregung gerne mit, wollte von den Mitarbeitenden Rieke Heitmüller, Simone Jörg und Christoph Isermann durchaus aber auch noch mehr über ihre Arbeit erfahren. So beispielsweise, dass Alkohol immer noch die größte Problematik darstellt, gefolgt von Cannabis und Amphetaminen. Gerade durch den Lockdown im Frühjahr waren aber insbesondere Spielsüchtige betroffen. Das habe auch damit zu tun, dass es für manche im ländlichen Raum eben zu wenig Freizeitmöglichkeiten gibt, auch wiederum etwas, wo die Politik zur Besserung beitragen kann.

Wie müssten denn Strukturen verbessert werden, damit Menschen frühzeitig zur Beratung kommen und nicht erst, wenn sich die Probleme verfestigt haben? Hier glaubt Ingrid Baum, dass Menschen mit Vorbildfunktion viel erreichen können, wenn sie sich dieser bewusst sind und entsprechend handeln. Weiterhin ist eine gute Vernetzung aller Akteure und Einrichtungen bzw. sozialer Dienste von zentraler Bedeutung, die Quantität und Qualität muss auch im ländlichen Raum ebenso wie in der Stadt erhalten bleiben. Darüber hinaus regt sie Gesetzesänderungen zum Umgang mit Alkohol an, beim Thema Nikotin habe sich in den vergangenen Jahrzehnten ja gezeigt, wie wirkungsvoll einige Maßnahmen waren.

Es gehe also unter anderem darum, Angebote für Freizeit und Bildung zu schaffen und leicht zugänglich zu machen, auch für Menschen mit wenig finanziellen Mitteln. Was im Augenblick noch niemand sagen kann, ist die Frage, wie sich die Pandemie langfristig auf die Menschen auswirkt und was sie nach sich zieht. Dem stimmte auch Marcel Riethig zu und sagte: „Für die Zeit nach Corona gibt es keine Blaupause, die Auswirkungen und Folgen können wir nur alle miteinander bewerkstelligen.“

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Neue Mitarbeiterin in der Suchtprävention

Ich bin Anja Kanzinger, 28 Jahre alt und bin Diakonin, Religionspädagogin und Sozialarbeiterin. Seit dem 1. Oktober 2020 bin ich zusammen mit Frau Heitmüller für den Bereich Prävention in dieser Fachstelle zuständig.

Dieser Bereich ist für mich Neuland, da ich die letzten dreieinhalb Jahre für die Kinder- und Jugendarbeit in einer Kirchengemeinde in der Lüneburger Heide verantwortlich war. Gemeinsam mit der geographischen Veränderung Richtung Harz freue ich mich daher nun auf die neuen Inhalte und Aufgaben. Dazu bin ich sehr gespannt auf all die Menschen, die ich ab sofort kennen lernen werde.

Ambulant medizinische Rehabilitation

Einstellung des Angebots der ambulant medizinischen Rehabilitation Sucht

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention Osterode hat das Angebot der ambulanten medizinischen Rehabilitation Sucht und das der Kombi Nord Behandlung zum 01.09.2020 eingestellt.  

Fehlendes Fachpersonal haben den Träger der Fachstelle dazu veranlasst, diese Entscheidung zu treffen. Trotz intensiver Suche ist es nicht gelungen, die erforderliche Stelle einer/eines Psychologen*in zu besetzen.

Über 30 Jahre haben wir die ambulante Rehabilitation inclusive der Kombi Nord Behandlung angeboten und durchgeführt. Mitarbeiter*innen haben sich fortgebildet und die erforderlichen Qualifikationen erworben. Das von den Kostenträgern geforderte Fachpersonal (Arzt/Ärztin, Psycholog*in) wurde angestellt. Wir haben viele Patient*innen erfolgreich behandelt. Wir haben Prozesse in Gang gebracht, Entwicklungen begleitet und miterlebt, Krisen und Rückfälle aufgefangen, bzw. durchgearbeitet, aber auch Abbrüche hinnehmen und disziplinarische Entlassungen aussprechen müssen. Zu vielen „Ehemaligen“ besteht noch Kontakt, ein Großteil der Personen ist in unseren Selbsthilfegruppen angedockt. Wir bedauern es sehr, in diesem intensiven Aufgabenbereich nicht mehr tätig sein zu können

Therapiebeantragung und Therapievorbereitung gehört nach wie vor zu unseren originären Aufgaben, genauso wie die Nachbehandlung einer Rehabilitation. Für Patient*innen, die eine stationäre oder eine ganztägig stationäre Rehabilitation durchgeführt haben, bieten wir im Rahmen der Suchtbehandlung weiterhin die Nachsorge an.

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
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Neuer Mitarbeiter in der Suchtberatung

Hallo, mein Name ist Niko Schubert, ich bin 27 Jahre alt und übernehme als Sozialarbeiter die Vertretung von Herrn Isermann. Vor meinem Studium habe ich eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger abgeschlossen und bereits Berufserfahrung ge- sammelt. Während meines Studiums konnte ich einen Einblick in die FSP bekommen, da ich mein Praxis- semester hier vor einem Jahr erfolgreich beendete. Nun ist mein Studium absolviert und ich freue mich, Sie als Berater in der Fachstelle begrüßen zu dürfen.

Beratungsgespräche wieder im direkten Kontakt möglich

Mit vorheriger Terminvereinbarung führt die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes im Kirchkreis Harzer Land ab sofort wieder persönliche Beratungsgespräche durch.

Bei Terminen vor Ort wird um die Einhaltung der Hygiene- und Abstandsregeln gebeten. Wer nicht in die Fachstelle kommen möchte, kann aber weiterhin telefonische Beratungsgespräche in Anspruch nehmen.

Die offene Sprechstunde findet bis auf Weiteres noch nicht wieder statt. Daher wird darum gebeten, alle Termine telefonisch zu vereinbaren. Anfragen können auch außerhalb der Bürozeiten auf den Anrufbeantworter gesprochen werden. Die Mitarbeitenden rufen in jedem Fall zurück.

Anfragen unter Tel.: 05522/901969

Zur aktuellen Situation in der Fachstelle

Viele Menschen geraten in dieser Coronazeit in besondere Belastungssituationen, die Suchtprobleme begünstigen können. Gefühle wie Frust, Sorge, Langeweile, Isolation und Existenzängste sind typische Auslöser. Den Berichten nach ist der Verkauf von Alkoholika seit Ende April deutlich gestiegen. Sicher mag auch ausschlaggebend sein, dass Gastronomiebetriebe geschlossen haben und der Genuss von Alkohol in die eigenen vier Wände verlegt wurde. Doch was für den Einen Genuss sein mag, kann den Anderen in eine ernst zu nehmende Krankheit führen. Besonders diejenigen Personen, die schon vor der Corona-Krise viel Alkohol getrunken haben, laufen Gefahr, ein Suchtproblem zu entwickeln.

Während dies für Alleinstehende noch unbemerkt verläuft, werden Familienmitglieder oft zu Zeugen dieses Problems. In Zeiten der Kontaktsperre, in welcher Erwachsene und Kinder darauf angewiesen sind, oft auf engem Wohnraum ihre unterschiedlichen Bedürfnisse auszuhandeln, kann sich die Situation schnell zuspitzen. Gegenseitiger Ärger und Enttäuschung machen sich breit. Angehörige machen sich Sorgen, wünschen sich Veränderung, kommen aber nicht gegen das Trinken an. Am Ende leiden auch sie so sehr darunter, dass sie selbst Hilfe benötigen. In der FSP wissen die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, wie sehr Angehörige zu Mitbetroffenen werden können und bieten deshalb nicht nur Betroffenen, sondern auch Angehörigen ihre Unterstützung an. Außerdem sind es auch gerade die Angehörigen, die als erstes auf die Suchtproblematik aufmerksam werden und dadurch auch positiven Einfluss auf den weiteren Verlauf nehmen können. Denn letztlich geht es nicht um gegenseitige Schuldzuweisungen, sondern darum, gemeinsam als Familie einen Weg zu finden, diese schwierige Zeit zu bewältigen.

Simone Jörg
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Gespräche über Telefon

Aus aktuellem Anlass finden derzeit keine persönlichen Gespräche in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention statt. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen stehen Ihnen selbstverständlich für Gespräche weiterhin telefonisch zur Verfügung. Außerhalb der Öffnungszeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.

Tel: 05522/901969 oder mail@suchtberatung-osterode.de

Deine Suchtexperten

Die Online-Beratung der Ev. Landesarbeitsgemeinschaft für Suchtfragen der Diakonie in Niedersachsen

Ab sofort können Sie Ihre Fragen rund um das Thema Sucht auch online unter www.deinesuchtexperten.de stellen. Innerhalb von 48 Stunden antworten Ihnen "Deine Suchtexperten" - natürlich anonym, unverbindlich, kostenfrei und in einem geschützten Bereich.

Prävention darf Spaß machen

JugendFilmTage des Netzwerks Suchtprävention im Kino Herzberg

... Chr. Dolle Kirchenkreis Harzer Land


Eine überdimensionierte Zigarette, in der einige unappetitliche Inhaltsstoffe zu sehen sind. Ein Würfelspiel mit Fragen zu Nikotin und Alkohol. Ein Parcours, der mit der sogenannten „Rauschbrille“ durchlaufen werden muss. Mit all dem und vielem mehr konnten sich Schülerinnen und Schüler bei den Jugendfilmtagen im Herzberger Kino auseinandersetzen, bevor sie mit einem Kinofilm für ihre Teilnahme belohnt wurden.

Die Jugendfilmtage sind eine Aktion des neustrukturierten Netzwerks Suchtprävention unter Federführung der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention. Zum Netzwerk gehören außerdem das Blaues Kreuz in Deutschland e.V., die Polizei Niedersachsen, der FD Kinder- und Jugendarbeit, Jugendschutz des Landkreises Göttingen, die Aufsuchende Jugendarbeit des Landkreises Göttingen, die Jugendpflege Bad Sachsa sowie die evangelischen Jugend Harzer Land. Sie alle gemeinsam organisierten die sechs Stationen, an denen insgesamt etwa 320 Schüler aus der Wartbergschule, der Hauptschule Neustädter Tor, der KGS Bad Lauterberg, der OBS Herzberg und der BBSII Osterode ihr Wissen über Suchtmittel testen und erweitern konnten.

„Es hat Spaß gemacht“, sagten viele, vor allem das verzweifelte Bemühen, mit der Suchtbrille einen Schlüssel in ein Türschloss zu stecken oder auch die ganz bildliche Zerstörung der Bausteine, die das Leben ausmachen. Neben dem Spaß war es aber vor allem lehrreich, so sagten einige Jugendliche: „Ich wusste gar nicht, dass eine Shisha so gefährlich ist, das war interessant.“

Die Kinowelt ist auf jeden Fall froh, die Filmtage ausrichten zu können, weil die Information und Prävention in Sachen Alkohol und Rauchen nun einmal wichtig ist. Allerdings würde sich Ute Bick-Lautenbach wünschen, dass zudem auch die digitale bzw. Handysucht thematisiert wird. Die Handys der Schüler waren anschließend jedenfalls alle aus, denn nach der Arbeit folgte das Vergnügen und sie durften sich einen der Filme „Der Himmel hat vier Ecken“, „The Spectacular Now – Perfekt ist jetzt“ oder „Tschick“ ansehen, was natürlich auf große Begeisterung traf.

Rieke Heitmüller
Tel.: 05522/ 901969
Fax: 05522/ 901961

Der Führerschein ist weg - was tun?

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Kurs zur Vorbereitung auf die MPU an

Der Entzug der Fahrerlaubnis aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr ist für die betroffenen Autofahrer*innen ein „Super-Gau“. Ein Führerscheinentzug bedeutet nicht nur einen Einschnitt in die (mobile) Selbstbestimmung, sondern ist vielfach mit drastischen beruflichen, finanziellen, sozialen und psychischen Konsequenzen verbunden. Neben einer Strafe und einer Sperrfrist wird unter bestimmten Bedingungen noch ein sogenannter „Idiotentest“, eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) angeordnet, bevor die Fahrerlaubnis wiedererteilt werden kann.

Bei einer geforderten und bevorstehenden MPU steht ziemlich viel auf dem Spiel. Neben der Anspannung „Hoffentlich komme ich durch!!“ erleben die betroffenen Personen im Vorfeld auch große Unsicherheiten „Was kommt auf mich zu??“

Wenn man die Sperrfrist sinnvoll nutzen und sich gut und umfassend auf die MPU vorbereiten möchte, ist das Angebot der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention mit ihrem Angebot „Führerscheinkurs für alkohol- und drogenauffällige Verkehrsteilnehmer*innen“ eine kompetente Unterstützung für die betroffenen MPU- Kandidaten*innen.

  • Wie läuft eine MPU ab?
  • Welche Voraussetzungen muss ich erfüllen, damit ich eine positive Begutachtung bekomme?
  • Wie ist das mit den Abstinenznachweisen?
  • Was wollen die im psychologischen Gespräch von mir wissen?
  • Wann kann ich den Antrag auf Wiedererteilung der Fahrerlaubnis stellen?

Diese häufig gestellten Fragen werden gründlich im Führerscheinkurs bearbeitet. Notwendige Kenntnisse zum Straßenverkehrsrecht und grundlegende Informationen zum Thema Alkohol- und Drogenkonsum im und außerhalb des Straßenverkehrs werden vermittelt. Die realistische Einschätzung des eigenen Konsumverhaltens und Strategien, wie eigenes Risikoverhalten minimiert und künftigen Führerscheinentzügen vorgebeugt werden kann sind weiterhin Bestandteil des Kurses. Zusätzlich werden Gesprächssituationen vorbereitet und geübt.  

Der Führerscheinkurs startet am Samstag, den 14.03.2020. Er umfasst insgesamt 18 Unterrichtsstunden, verteilt auf drei Samstagvormittage und drei Einzelgespräche. Ein Vorgespräch ist notwendig. Der Führerscheinkurs ist kostenpflichtig.

Ausführliche Informationen und Anmeldungen bei Christina Schöngart-Decker und Carsten Schmidt unter der Telefonnummer: 05522/901969

Christina Schöngart-Decker
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Carsten Schmidt
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Wie man Suchtkranken hilft: Kurs für Angehörige

Zwischen Helfen wollen und/oder Hilfe brauchen

Angehörige von suchtkranken Menschen versuchen oft alles zu tun, um ihrem betroffenen Familienmitglied zu helfen. Sie halten Stress, Belastungen und Verantwortung aus und fühlen sich erschöpft, weil sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen.

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Angehörigen und Freunden von Menschen mit Suchtproblemen einen Kurs zur Unterstützung im Umgang mit Suchterkrankten an. Der Kurs umfasst fünf Abende und findet ab dem 06. November, jeweils mittwochs von 18:00 bis 19:30 Uhr im Kirchenzentrum am Schloßplatz 3A in Osterode, statt. Für den Kurs werden keine Teilnahmebeiträge erhoben.

Kursthemen sind:

  • Information zu Abhängigkeitserkrankungen erhalten
  • Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Verhalten von Suchtkranken einordnen
  • Fördernde Verhaltensweisen im Alltag und in Krisen entwickeln
  • Selbstfürsorge lernen
  • Hilfsnetze für Betroffene und Angehörige kennen

Kurstermine:

  • 06.11.2019
  • 13.11.2019
  • 20.11.2019
  • 27.11.2019
  • 04.12.2019

Verbindliche Anmeldung und weitere Informationen erhalten Sie bei uns in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (Durchführende Suchttherapeutinnen: Ingrid Baum und Simone Jörg)

Simone Jörg
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969

Erfolgreicher Abschluss des Führerscheinkurses

„Ich fühle mich jetzt etwas sicherer und kann besser einschätzen, was auf mich zukommt. Mir macht die bevorstehende MPU nicht mehr so viel Angst.“ sagte ein Teilnehmer zum Abschluss des Führerscheinkurses.

Wer aufgrund von Alkohol- oder Drogenkonsum im Straßenverkehr seinen Führerschein abgeben und sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen muss, sollte nicht unvorbereitet zu dieser Untersuchung gehen. Nur wer als geeignet zur Teilnahme im Straßenverkehr bei der MPU eingestuft wird und die notwendigen Voraussetzungen für eine positive Prognose erfüllt (z.B. Abstinenznachweise, suchttherapeutische Gespräche etc.), kann seine Fahrerlaubnis wiedererlangen

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet seit Jahren erfolgreich einen Kurs für Alkohol- und Drogenauffällige Verkehrsteilnehmer*innen an, der zur Vorbereitung auf die MPU genutzt werden kann. Zehn Teilnehmer*innen haben sich an drei Samstagvormittagen ausführlich mit dem Thema Suchtmittelkonsum und Straßenverkehr beschäftigt. Dazu gehörten Informationen über gesetzliche Grundlagen zum Führerscheinentzug, zur physiologischen Wirkung von Alkohol und Drogen, zum Fahrverhalten und Reaktionsvermögen sowie Kenntnisse über Konsummuster (riskant, schädlich, abhängig). Weiter haben sich die Teilnehmer*innen intensiv in einem Selbsterfahrungsteil mit ihrem eigenen Konsumverhalten sowie Veränderungsstrategien befasst, unter anderem mit der Entwicklung und Reflektion des eigenen Trink- und Konsumverhaltens, der Analyse der Trunkenheits- /Deliktfahrt, einer persönlichen Risikoanalyse und der Entwicklung von Handlungsalternativen und Bewältigungsstrategien. Alle Kursteilnehmer*innen haben für sich konkrete Schritte erarbeitet, die demnächst als optimale Vorbereitung zur MPU umzusetzen sind.

Um die Inhalte lebendiger zu vermitteln und den Selbsterfahrungsteil lockerer zu gestalten wurden neben Rollenspielen auch Kleingruppenarbeit und verschiedene kreative Aufgaben- und Fragestellungen angeboten. Alle Teilnehmer*innen haben sich aktiv beteiligt und gut zusammengearbeitet. Die anfängliche Aufregung („was erwartet mich hier im Kurs?“) war schnell verflogen. Sie konnten sich austauschen über die gemeinsame Erfahrung, die Fahrerlaubnis entzogen bekommen zu haben, und die negativen Konsequenzen, die für sie damit verbunden waren. „Schon alleine der Austausch war für mich ganz wichtig“, berichtete ein Beteiligter.

Wenn alle Teilnehmer*innen das anwenden, was sie im Kurs gelernt und die Schritte in Angriff nehmen, die sie für sich entwickelt haben, dürfte der Wiedererlangung des Fahrerlaubnis nichts mehr im Wege stehen.

Christina Schöngart-Decker
Schloßplatz 3a
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Tel.: 05522/901969

Jahresbericht 2018

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention veröffentlicht den aktuellen Jahresbericht

Das Geschäftsjahr 2018 brachte für die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) etliche Herausforderungen mit sich. Im Vordergrund standen Finanzierungsfragen, die neu verhandelt werden mussten, aber auch Mitarbeiterfragen haben uns, aufgrund von neu zu besetzenden Stellen, über Monate beschäftigt.

Gerade war eine Hürde genommen, so schien es, stand eine nächste an. Aus Innehalten und gezieltem Voranschreiten entstand ein Weg, auf dem wir ähnlich wie unsere Klienten*innen, die von einer Suchterkrankung betroffen sind, vieles zu bewältigen hatten. ...

Sei es die Beendigung der Vertragsverhandlungen mit dem Landkreis, die Bemühungen um neue Räume oder aber auch neue Angebote, wie beispielsweise die Intervisionsgruppe oder die MOVE - Fortbildungen für sozialpädagogische Fachkräfte. All dies können Sie in dem aktuellen Jahresbericht der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention nachlesen: 

Download- oder Druckversion

Gerne können Sie den kompletten Jahresbericht 2018 entweder hier als pdf herunter laden oder über das Sekretariat eine gedruckte Version anfragen.

Cornelia Graun
Schloßplatz 3a
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Tel.: 05522/901969

Der Führerschein ist weg – Was tun?

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Führerscheinkurs zur Vorbereitung auf die MPU an

Wenn der Führerschein aufgrund von Alkohol- und oder Drogenkonsum im Straßenverkehr eingezogen wurde, ist der Schrecken erstmal groß. Schreckgespenst MPU: Rund 88.000 Kraftfahrer/Kraftfahrerinnen mussten sich laut Bundesanstalt für Straßenwesen 2017 einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch „Idiotentest“ unterziehen. Den Schwerpunkt aller Untersuchungen bildeten die sogenannten „Promillesünder“ mit ca. 44,5%. Den zweiten Schwerpunkt mit 24,5% bildeten diejenigen, die mit Drogen oder Medikamenten im Straßenverkehr auffällig geworden waren. Die restlichen 31% setzten sich aus Punktsündern, strafrechtlichen Delikten, wiederholten Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr oder Personen mit körperlichen und/oder geistigen Defiziten zusammen.

Nur wer in der MPU als geeignet begutachtet wird, bekommt seine Fahrerlaubnis zurück.

Eine rechtzeitig angestrebte und gute Vorbereitung auf die medizinisch psychologische Untersuchung erhöht in jedem Fall die Chance, als in Zukunft geeignet zur Teilnahme im Straßenverkehr eingestuft zu werden und damit die MPU zu bestehen.

Wer die Sperrfrist, die ja eine Maßnahme zur „Sicherung und Besserung“ ist, früh genug zur Information, Auseinandersetzung mit dem Suchtmittelkonsum und einer Konsum Veränderung nutzt, kann böse Überraschungen vermeiden und möglicherweise viel Geld sparen. Eine medizinisch psychologische Untersuchung kostet ca. zwischen 550 und 750 Euro, je nach Untersuchungsanlass. Wenn zusätzlich Abstinenznachweise gefordert sind, wird die Begutachtung noch teurer.

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet seit Jahren einen qualifizierten Führerscheinkurs für Alkohol- und Drogenauffällige Kraftfahrer an. Dieser Kursus kann als Vorbereitung auf eine medizinisch psychologische Untersuchung genutzt werden. Ein neuer Kurs startet am Samstag, den 31.08.2019.

Der Kurs umfasst insgesamt 18 Unterrichtsstunden, verteilt auf drei Samstagvormittage (31.08., 07.09. und 14.09.2019 von 9.30 – 14.00 Uhr) und drei Einzelgespräche. Der Kurs richtet sich an Personen, denen aufgrund von Alkohol oder Cannabiskonsum ihre Fahrerlaubnis entzogen wurde und die sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen müssen. Die Kursteilnehmer*innen erhalten Hilfestellung und Information zur Wiedererlangung des Führerscheins sowie Unterstützung, sich konstruktiv mit dem Thema Suchtmittelkonsum auseinanderzusetzen sowie Veränderungen im Umgang mit Suchtmitteln einzuleiten. Der Führerscheinkurs ist kostenpflichtig.

Ausführliche Informationen und Anmeldungen bei Christina Schöngart-Decker und Carsten Schmidt.

Christina Schöngart-Decker
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

"Wir als Kirchenkreis sind stolz auf unsere Fachstelle"

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention stellt ihre neuen Räume vor

"Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser": Johanne Dreyer bei ihrem Vortrag

... Christian Dolle, Kirchenkreis Harzer Land

„Zwei Seelen wohnen, ach, in meiner Brust“, stellte schon Johann Wolfgang von Goethe fest. Oft sind es allerdings noch viel mehr, behauptete Johanna Dreyer beim Tag der offenen Tür der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention. Es sind nämlich nicht nur zwei, sondern ein ganzes Team, das sich zu bestimmten Fragestellungen in unserem Leben in uns formiert und uns Entscheidungen durch die verschiedenen Stimmen nicht eben leichter macht.

Johanna Dreyer arbeitet beim Schulz von Thun-Institut in Hamburg, das sich mit Kommunikation auseinandersetzt. Ihr Vortrag in Osterode bereicherte die Besichtigung der neuen Räume der Fachstelle um eine inhaltliche Komponente und war nicht nur für die anwesenden Fachleute recht spannend. Zuvor aber begrüßte Superintendent Volkmar Keil die Gäste und dankte allen, die die Fachstelle im Diakonischen Werk des Kirchenkreises Harzer Land unterstützen und fördern. „Wir als Kirchenkreis sind stolz auf unsere Fachstelle“, betonte er.

Superinterdent Volkmar Keil begrüßt die Gäste.

Carsten Schmidt gab einen kurzen Abriss von der Entstehung und Entwicklung der Fachstelle von den 1980er Jahren bis zum Umzug in die neuen Räume heute und Christina Schöngart-Decker beschrieb bildlich, wie Sucht hier als ein Loch gesehen wird, in das es nicht hineinzufallen, sondern dem es auszuweichen gilt.

Außerdem erläuterten Rieke Heitmüller und Christoph Isermann in einem Interview die verschiedenen Aufgabenbereiche und machten noch einmal deutlich, dass
niemand Angst zu haben braucht, sich mit einem Problem an die Mitarbeiter zu wenden.

Anschließend erläuterte die Referentin dann das von Friedemann Schulz von Thun entwickelte Modell des inneren Teams. Es besagt im Groben, dass sich zu jeder Fragestellung mehrere Stimmen in uns zu Wort melden, beispielsweise zum einen diejenige, die uns sagt, dass wir mal mehr für die körperliche Fitness tun müssten und zeitgleich jene andere die uns erinnert, wie gemütlich unser Sofa doch ist. Wer sich dieses inneren Teams bewusst ist, die Stimmen zuordnen und ihnen im besten Fall noch die passenden Antworten geben kann, dem fällt es leichter, sich Ziele zu stecken und diese auch zu erreichen. Wichtig dabei ist, dass alle Teammitglieder gehört und nicht einfach übergangen werden. „Wer sich selbst versteht, kommuniziert besser“, so eine der Kernaussagen des Vortrags.

Anschließend wurden die neuen, hellen Räume in der zweiten Etage des ehemaligen Kirchenkreisamtes am Schlossplatz genau unter die Lupe genommen. Moderner, praktischer und auch schicker, lautete das Urteil der meisten Besucher und auch der Mitarbeiter der Fachstelle. Vor allem sitzen jetzt alle auf einer Etage, was der Effektivität zugute kommt, auch wenn die alltägliche Fitness durch das nicht mehr nötige Treppauf-Treppab-Laufen natürlich leide, wie Christoph Isermann augenzwinkernd bemerkte.

Einen Mitschnitt des Interviews mit Rieke Heitmüller und Christoph Isermann gibt es hier: 

Tag der offenen Tür

Cornelia Graun
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Wir ziehen um!

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention zieht um.

Ab Montag, den 13. Mai 2019 sind wir in unseren neuen Räumlichkeiten in Osterode zu finden. Wir ziehen in das Kirchenzentrum am Schloßplatz.

Unsere neuen Kontaktdaten sind:

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Am Schloßplatz 3A

37520 Osterode

Telefon: 05522/901969

Sie wurde von der Ansprechpartnerin zur Freundin

Nachruf für Heidi Nolte

Für die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention war Heidi Nolte mehr als nur die Vorsitzende des Förderkreises LOS. Sie war immer zur Stelle, wenn es galt, die Arbeit der Fachstelle zu repräsentieren und vor allem war sie auch eine Frau, die sich traute, als trockene Alkoholikerin in die Öffentlichkeit zu treten und damit für eine Entstigmatisierung zu sorgen.

Im vergangenen Monat verstarb die 69-jährige Herzbergerin nach einer schweren Erkrankung. Doch für die Mitarbeiter wie auch viele, die mit der Fachstelle zu tun hatten, hinterlässt sie eine große Lücke. „Was ich so beeindruckend fand, war, dass sie ihre Arbeit sehr wichtig genommen und sich sehr um jeden Einzelnen gekümmert hat“, stellt Leiterin Ingrid Baum fest. Sie sorgte für Atmosphäre und Zusammenhalt und war immer ansprechbar, sagen auch alle anderen, die mit ihr zusammenarbeiteten.

Bei Sommerfesten brachte sie häufig ihren halben Hausstand mit, wenn irgendwo irgendetwas fehlte, sie regte vieles an und engagierte sich bei der Umsetzung wie beispielsweise beim Stand auf dem Markt der Möglichkeiten zum Luther-Happening im vergangenen Jahr. Auch hier war sie von Anfang bis Ende bei allem dabei und eine derjenigen, die mit ihrem Gesicht für die Arbeit der Suchtberatung standen.

Sie sei sehr offen mit dem Thema Sucht umgegangen, war immer bereit, öffentlich ein paar Worte zu sagen und war damit über Herzberg hinaus bekannt und geachtet. Seit 1993 war sie Sprecherin des Freundeskreises der Fachstelle, half vielen anderen in allen Lebenslagen, gab auch Angehörigen oft Kraft und wurde vielen von der Ansprechpartnerin zur Vertrauensperson und zur Freundin.

Doch Heidi Nolte sagte auch immer klar ihre Meinung, schätzen langjährige Wegbegleiter an ihrer Art, sie sprach Dinge offen an und konnte auch damit vielen helfen. Daher wird sie vielen fehlen und für andere für immer in Erinnerung bleiben. Denn es sind nicht die Institutionen, die Strahlkraft haben, sondern die Menschen, die in ihrem Umfeld wirken.

Erst Action und Quiz, dann Filmgenuss

01. November 2018 in der Kinowelt Herzberg

... Chr. Dolle Kirchenkreis Harzer Land

Jugendliche für das Thema Sucht zu sensibilisieren ist mitunter nicht ganz einfach. Einerseits sollen Fakten vermittelt werden, ohne dass es langweilig wird, andererseits soll alles ein bisschen spielerisch ablaufen, ohne dass aber der eigentliche Anlass aus dem Fokus verschwindet. Als guter Ansatz stellten sich die Jugendfilmtage der HaLT-Steuerungsgruppe im Herzberger Kino heraus.

Zuerst gab es für die Schülerinnen und Schüler eine Aktionsrunde, bei der sie mehrere zum Teil völlig unterschiedliche Stationen aufsuchen konnten. Vom Würfelspiel über eine „Raucher-Lounge“ ging es bis zum Parcours, den sie mit einer Rausch-Brille bewältigen mussten. Im Quiz mussten Fragen wie die nach dem Mindestalter für den Kauf von Zigaretten oder nach dem Alkoholgehalt in drei Flaschen Bier beantwortet werden.

Etwa 300 Jugendliche der Jahrgänge 7 bis 10 aus 15 Schulklassen in Bad Sachsa, Hattorf, Herzberg und Osterode waren am Start, alle gut beschäftigt und es machte in den drei Durchgängen den Eindruck als seien alle durchaus beschäftigt und interessiert. Auch die Initiatoren, allen voran Anna von Wensiersky und Ann-Jolin Neumann waren vollkommen zufrieden. Zur HaLT-Steuerungsgruppe gehören die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention, das Blaue Kreuz, die Polizei, der Landkreis Göttingen, das Herzberger Krankenhaus und die Schulsozialarbeit, die hier Hand in Hand arbeiten. Unterstützt wird sie von den Sparkassenstiftungen.

Auch das Kino zögerte nicht, das Projekt zu unterstützen. „Es ist nun einmal wichtig, auf Gefahren hinzuweisen“, sagt Markus Deckert, „außerdem ist es sehr geordnet abgelaufen. Bei einer Wiederholung würde ich mir allerdings noch einen Blick auf die Digitalsucht wünschen, die ja auch mehr und mehr ein Thema wird.“

Am Ende wurden dann im Kinosaal die jeweiligen Gewinner des Quiz bekanntgegeben, bevor es dann für alle zur Belohnung einen Film gab. Hier konnte im Vorfeld zwischen „Nick & Norah – Soundtrack einer Nacht“, „Laughing out loud“ und „Das Lächeln der Tiefseefische“ gewählt werden, wodurch sich auch die Einteilung der zeitlich versetzten Gruppen wie von selbst ergab. Am Ende waren also alle zufrieden und um einige Erkenntnisse reicher, so dass einer Wiederholung der Jugendfilmtage nichts im Weg steht.

Anna von Wensiersky

Neue Präventionsfachkraft

Ich bin Rieke Heitmüller, 23 Jahre alt und seit Anfang Oktober bei der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention als Präventionsfachkraft angestellt. Noch wenige Wochen zuvor habe ich in Baden-Württemberg an der DHBW Stuttgart Soziale Arbeit studiert. Da mein Studiengang dual ausgerichtet war, arbeitete ich zusätzlich im Bereich der Erziehungshilfe in einer Wohngruppe für Kinder und Jugendliche in Ravensburg.

Nach Abschluss meiner dreijährigen Studienzeit entschied ich mich wieder zurück in die Heimat zu ziehen. Für einen guten Start in die neue Arbeit werde ich zunächst mit Frau von Wensiersky zusammenarbeiten sowie zahlreiche Fortbildungen besuchen.

Ich freue mich auf ein spannendes Aufgabenfeld, eine gute Zusammenarbeit sowie Kooperation mit Ihnen und einen offenen Austausch.

Jahresbericht 2017

Einleitung

Das Geschäftsjahr 2017 der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werkes im Kirchenkreis Harzer Land (FSP) war arbeitsintensiv und sehr erfolgreich.  

Die FSP verzeichnete durchgehend eine stetige und hohe Nachfrage nach ihren Angeboten, insbesondere in den Bereichen Prävention und Beratung. Die Anzahl der Hilfesuchenden hat sich sogar um 17% zum Vorjahr erhöht. Der Bedarf, Suchtkrankenhilfe in Anspruch zu nehmen, ist unumstritten. Es war der FSP weiterhin ein großes und wichtiges Anliegen, für eine bedarfsgerechte und umfassende Versorgung für Suchtkranke und Suchtgefährdete zu sorgen und darauf hinzuwirken, dass die Region des Altkreises Osterode im neuen Landkreis mit gemeindenahen Versorgungsstrukturen weiterhin gut ausgestattet ist. Dazu gehört u.a.:

  • Die personelle und konzeptionelle Kontinuität im gesamten Beratungs-/ Behandlungsprozess ist sichergestellt;
  • Es gibt für alle Suchtkranken/Suchtgefährdeten gleiche Chancen in der Behandlung ihrer Problematik;
  • Es gibt einfache Zugangsmöglichkeiten zu weiteren unterstützenden Behandlungs- und Beratungsdiensten;
  • Optimale Hilfsmöglichkeiten bei Rückfallrisiken durch das Aufsuchen bekannter Personen, Dienste und Einrichtungen sind gewährleistet;
  • Es gibt eine Koordination und Kooperation mit anderen Versorgungsstellen im ländlichen Raum.

Die Auswirkungen der Fusion der Landkreise Göttingen und Osterode zum Landkreis Göttingen haben die FSP weiter beschäftigt. Im Zuge der Harmonisierungsprozesse ist der Landkreis Göttingen auf den Träger der FSP zugekommen, um die künftigen Leistungsvereinbarungen zu erörtern. Dazu sind mehrere Gespräche mit Vertretern des Landkreises Göttingen, mit dem Superintendenten des Kirchenkreises Harzer Land, der Amtsleitung des Kirchenkreisamtes und der Leitung der FSP geführt worden. Der Verhandlungsprozess wird erst im Berichtsjahr 2018 abgeschlossen sein. Als Ergebnis aus den bisherigen Verhandlungen lässt sich festhalten, dass alle Beteiligten nach vertretbaren Lösungen suchen, damit die FSP auch in Zukunft qualifizierte und hochwertige Arbeit anbieten und  auf neue Entwicklungen adäquat reagieren kann...

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Gerne können Sie den kompletten Jahresbericht 2017 entweder hier als pdf herunter laden oder über das Sekretariat eine gedruckte Version anfragen.

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Sommerfest 2018

Sommerfest in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Fachsstelle Sucht und der Förderkreis LoS! – Leben ohne Sucht – laden ein.

Am 23.06.2018 findet das diesjährige Sommerfest der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention (FSP) auf dem Gelände der Fachstelle für Sucht in der Juessestraße 17 in Herzberg statt. Ausrichter des Festes ist neben der FSP auch der  Förderkreis  LoS! – Leben ohne Sucht -. Der Förderkreis, der jetzt seit 12 Jahren besteht, hat sich zur Aufgabe gemacht, die Fachstelle kontinuierlich durch finanzielle, ideelle und ehrenamtliche Hilfe zu unterstützen. In Zeiten all gegenwärtiger knapper Kassen ist dieses Engagement wichtiger den je um die bisher sehr effektive und erfolgreiche Arbeit der Fachstelle auch weiterhin zu gewährleisten.

Das Fest beginnt um 14.30 Uhr mit einer Andacht in der Nicolai Kirche in der Junkernstrasse in Herzberg. Im Anschluss geht es weiter auf dem Gelände des Hauses der Diakonie in der Juesseestraße 17. Für das  leibliche Wohl ist gesorgt: es gibt ein reichhaltiges Kuchenbuffet und am späteren Nachmittag wird gegrillt. Weitere Unterhaltung bieten eine Tombola mit attraktiven Preisen, und ein Bücherflohmarkt.

Freunde der Fachstelle und alle, die die therapeutischen und beratenden Dienste der FSP in den letzten Jahren in Anspruch genommen haben, sind herzlich eingeladen. An diesem  Nachmittag gibt es die Möglichkeit, in ungezwungener Atmosphäre zu klönen und „Alte Weggefährten“ aus der Therapie wieder zu treffen oder sich mit den Therapeuten und Therapeutinnen der Fachstelle auszutauschen. Angehörige sind selbstverständlich ebenfalls willkommen.

Als Freund und Förderer des Förderkreises haben Sie die Gelegenheit sich über die Entwicklung, die Möglichkeiten und Ziele des LoS! sowie über die Arbeit der Fachstelle zu informieren. Außerdem können Interessierte Kontakte zu Freundeskreisen oder Selbsthilfegruppen knüpfen.

Alle, die sich auf diesem Wege angesprochen fühlen, sind herzlich willkommen.

Weitere Fragen oder Anmeldungen bei der FSP unter Tel. Nr.: 05521/ 6916

Cornelia Graun
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Stellenanzeige

Diakonisches Werk – Kirchenkreis Harzer Land

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

Der Ev.-luth. Kirchenkreis Harzer Land sucht zum 1. September 2018, oder zu einem späteren Zeitpunkt,  für die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention in Herzberg eine

Präventionsfachkraft

Der Stellenumfang beträgt bis zu 38,5 Wochenstunden, die Vergütung erfolgt nach TV-L.

Wir bieten:

  • Eine vielseitige und interessante Tätigkeit in einem multiprofessionellen Team
  • Fortbildung und regelmäßige Supervision
  • Raum für eigene Ideen und Projekte

Aufgabenschwerpunkte:

  • Beratung und Information zu Risiken des Suchtmittelkonsums
  • Planung und Umsetzung von suchtpräventiven Maßnahmen und Projekten
  • Begleitung des HalT-Projekts (Alkoholprävention bei Kindern und Jugendlichen)
  • Multiplikatorenschulung
  • Kooperation und Vernetzung mit regionalen und überregionalen Einrichtungen
  • Öffentlichkeitsarbeit

Wir erwarten:

  • Erfahrungen im Bereich Prävention und Lebenskompetenzförderung
  • Grundkenntnisse über Suchtmittel
  • Kompetenzen in der Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen sowie in der Erwachsenenbildung
  • Teamfähigkeit, Engagement und Eigeninitiative
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten

Anforderungsprofil: Sozialpädagoge/Sozialpädagogin, Pädagoge/Pädagogin

Die Mitgliedschaft in einer christlichen Kirche und eine positive Einstellung zum diakonischen Auftrag werden erwartet.

Der Kirchenkreis möchte das in dieser Entgeltgruppe unterrepräsentierte Geschlecht beruflich fördern. Bewerbungen von Männern sind daher besonders erwünscht.

Ihre Bewerbungen richten Sie bitte bis zum 31.05.2018 an:

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention
Diakonisches Werk Kirchenkreis Harzer Land
Ingrid Baum
Juesseestr. 17
37412 Herzberg
055221/6916
E-Mail:mail@suchtberatung-herzberg.de

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Der Führerschein ist weg – Was tun?

Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet Führerscheinkurs an

Wenn der Führerschein aufgrund von Alkohol- und oder Drogenkonsum im Straßenverkehr eingezogen wurde, ist der Schrecken erstmal groß. Schreckgespenst MPU: Rund 91.000 Kraftfahrer/Kraftfahrerinnen mussten sich laut Bundesanstalt für Straßenwesen 2015 einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU), im Volksmund auch „Idiotentest“ unterziehen. Den Schwerpunkt aller Untersuchungen bildeten die sogenannten „Promillesünder“ mit ca. 51%. Den zweiten Schwerpunkt mit 21% bildeten diejenigen, die mit Drogen oder Medikamenten im Straßenverkehr auffällig geworden waren. Die restlichen 28% setzten sich aus Punktsündern, strafrechtlichen Delikten, wiederholten Zuwiderhandlungen im Straßenverkehr oder Personen mit körperlichen und/oder geistigen Defiziten zusammen.

Nur wer in der MPU als geeignet begutachtet wird, bekommt seinen Fahrerlaubnis zurück.

Eine rechtzeitig angestrebte und gute Vorbereitung auf die medizinisch psychologische Untersuchung erhöht in jedem Fall die Chance, als in Zukunft geeignet zur Teilnahme im Straßenverkehr eingestuft zu werden und damit die MPU zu bestehen.

Wer die Sperrfrist, die ja eine Maßnahme zur „Sicherung und Besserung“ ist, früh genug zur Information, Auseinandersetzung mit dem Suchtmittelkonsum und einer Konsumveränderung nutzt, kann böse Überraschungen vermeiden und möglicherweise viel Geld sparen. Eine medizinisch psychologische Untersuchung kostet zwischen 300 und 700 Euro, je nach Untersuchungsanlass. Wenn zusätzlich Abstinenznachweise gefordert sind, wird die Begutachtung noch teurer.

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention bietet seit Jahren einen qualifizierten Führerscheinkurs für alkohol- und drogenauffällige Kraftfahrer an. Dieser Kursus kann als Vorbereitung auf eine medizinisch psychologische Untersuchung genutzt werden. Ein neuer Kurs startet am Samstag, den 26.05.2018.

Der Kurs umfasst insgesamt 18 Unterrichtsstunden, verteilt auf vier Samstagvormittage (26.05, 02.06., 09.06 und 16.06.2018) und zwei Einzelgespräche. Der Kurs richtet sich an Personen, denen aufgrund von Alkohol- oder Cannabiskonsum ihre Fahrerlaubnis entzogen wurde und sich einer medizinisch-psychologischen Untersuchung (MPU) unterziehen müssen. Die Kursteilnehmer/Kursteilnehmerinnen erhalten Hilfestellung und Information zur Wiedererlangung des Führerscheins sowie Unterstützung, sich konstruktiv mit dem Thema Suchtmittelkonsum auseinanderzusetzen sowie Veränderungen im Umgang mit Suchtmitteln einzuleiten. Der Führerscheinkurs ist kostenpflichtig.

Christina Schöngart-Decker
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

DER RICHTIGE SATZ ZUR RICHTIGEN ZEIT

Kindertagesstätten
EMSZ/Wiebke Ostermeier www.lichtemomente.net Bad Nenndorf /Germany  

Neues Fortbildungsangebot der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention

... Chr. Dolle, Kirchenkreis Harzer Land

Es müssen nicht immer intensive Beratungsgespräche sein. Manchmal kann ein einzelner Satz an der richtigen Stelle viel mehr bewirken, sagt Ingrid Baum, Leiterin der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des diakonischen Werks im Kirchenkreis Harzer Land. Allerdings können Fachkräfte sich auch gerade für diese scheinbar nebenbei eingestreuten Denkanstöße schulen, sollten es vielleicht sogar tun.

Mit dem Programm „Move“ hat die Fachstelle kürzlich schon eine Fortbildung angeboten, die von den Teilnehmern wegen ihrer Praxisnähe gut angenommen und als äußerst hilfreich empfunden wurde. Dabei ging es um motivierende Kurzintervention bei Jugendlichen. Jetzt gibt es ein weiteres Angebot, das sich ebenfalls an Kita-Mitarbeiter, Lehrer und andere Fachkräfte wendet, nur geht es diesmal um das kurze Gespräch mit Eltern.

„Es ist sozusagen das Angebot vor dem Angebot“, erläutert Diplomsozialarbeiterin und Move-Trainerin Anna von Wensiersky. Wie schafft man es durch knappe Gespräche, dass Eltern Dinge bewusst werden? Wie zeigt man sehr komprimiert erste Wege auf? Nicht lange Beratungsgespräche also, sondern eine erste Sensibilisierung, die dabei helfen soll, Eltern zu zeigen, wie sie ihre Kinder zu selbstbewussten und resilienten Menschen erziehen können. Die Fortbildung wird im April erstmalig in der Region angeboten. Eigentlich ist es für Kitas gedacht, wird aber ausgeweitet, so von Wensiersky. Sie und Ingrid Baum sind zwei von derzeit nur neun geschulten Trainern in Niedersachsen für dieses von der ginko-Stiftung für Prävention der Landeskoordinierungsstelle für Suchtvorbeugung in Nordrhein-Westfalen entwickelte Programm.

„Weil es uns als Fachkraft wichtig ist, für das Kind etwas zu erreichen, halten wir es für wichtig, Fachkräften Tipps mitzugeben, mit denen sie jene Eltern mit ins Boot holen können, die vielleicht ein wenig schwierig zu greifen sind“, sagen die beiden Trainerinnen. Sie freuen sich auf Teilnehmer aus dem Harzer Land und auch darüber hinaus.

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Anna von Wensiersky

AlFreD – der Methodenkoffer zur Cannabisprävention

Am Mittwoch, dem 07.02.2018 wurde ein Präventionstag in der 9a der Hauptschule Neustädter Tor in Osterode durchgeführt. Der Tag begann um 9:35 Uhr indem die Schüler*innen einen Stuhlkreis bildeten und sich Frau von Wensiersky und die Praktikantin Frau Hagemann vorstellten.

Als Einstieg wurde die Klasse gefragt was sie über das Thema Cannabis wissen oder gerne erfahren möchten. Anschließend stellte Frau von Wensiersky weitere Fragen aus einem Handbuch aus dem Cannabiskoffer. Dies diente dazu, sich eine Vorstellung machen zu können auf welchem Wissensstand sich die Jugendlichen in dem Thema Cannabis befinden.

Als zweite Übung wurde ein Bilderrätsel auf dem Fußboden verteilt, welches sich in Abbildungen und in Begriffe unterteilte. Die Teilnehmer*innen hatten die Aufgabe darüber ins Gespräch zu kommen und die Abbildungen den jeweiligen Begriffen zuzuordnen. Dies war für die Klasse sehr informativ, da manche Abbildungen und Begriffe den Jugendlichen noch unbekannt waren. Nachdem das Bilderrätsel fertig zu sortiert war, wurden alle Begriffe von Frau von Wensiersky erklärt und Fragen von den Schüler*innen beantwortet.

Anschließend wurde die dritte Übung, die Schadstoffübung der Klasse erklärt. In der Klasse wurden mehrere Döschen herumgereicht in denen sich Streckmittel für Marihuana, Haschisch und Tabak befanden. Anschließend sollten die Jugendlichen die Streckmittel Vogelsand, Glas, Blei, Wachs, Schuhcreme, Hennafarbe, Teer, Aceton und Nikotin den jeweiligen Steckpuzzeln zuordnen. Als diese Aufgabe beendet war, unterhielten sich die Teilnehmenden darüber wie unverantwortlich und gesundheitsgefährdend solche Streckmittel sind.

Nach dieser Übung wurde die Klasse in drei Kleingruppen eingeteilt. Eine Gruppe bekam weißes Papier für mögliche Gründe für Cannabiskonsum, die zweite Gruppe bekam grünes Papier für die positiven Wirkungen von Cannabiskonsum und die dritte Gruppe bekam rotes Papier auf dem sie die negativen Wirkungen von Cannabiskonsum schreiben sollten. Anschließend wurden die Ergebnisse dem Plenum vorgetragen und reflektiert.

Nach der 20-minütigen Pause teilte sich die Klasse in vier Kleingruppen ein, um ein Quiz zu spielen, welches an die Spielweise von Jeopardy angelehnt ist. Das Quiz hat ausschließlich Fragen die um das Thema Cannabis handeln. Die Schüler*innen hatten dabei eine Menge Spaß und bekamen viele weitere Informationen.

Die letzte Aufgabe bestand darin, dass Alternativen zum Cannabiskonsum gefunden werden sollten. Dafür bekam eine Hälfte der Klasse jeweils eine Karte mit einer Frage. Die Schüler*innen die eine Karte hatten haben sich in einem kleinen Kreis aufgestellt und den übrigen Klassenkamerad*innen ihre Frage gestellt. Anschließend wurden die erhaltenen Antworten dem Plenum vorgestellt.

Zum Schluss gab es ein Blitzlicht zum Feedback geben, welches positiv ausgefallen ist. Die Jugendlichen merkten an das der Präventionstag durch viele Übungen und Aufgaben begleitet wurde und dadurch nicht langweilig geworden ist. Die Schüler*innen durften sich anschließend give aways aussuchen und Flyer mitnehmen.

Um 12:55 Uhr war der Präventionstag zu Ende.

Anna von Wensiersky

Fortbildungen und suchtpräventive Angebote 2018

Arbeitskreis Umgang mit konsumierenden Jugendlichen in der Einrichtung

Umgang mit konsumierenden Jugendlichen in der eigenen Einrichtung ist nicht immer einfach. Gerade, wenn es sich um einen riskanten Konsum in der Einrichtung von psychoaktiven Substanzen wie Cannabis oder Alkohol geht. In diesem Arbeitskreis soll es neben kollegialem Austausch, besonders um fachlichen Input für Mitarbeitende aus Schule, Jugendhilfe, Berufsvorbereitung, offener Jugendarbeit und verwandte Arbeitsbereiche gehen.

Geplant ist ein regelmäßiger Arbeitskreis, der sich bis zu vier mal im Jahr treffen wird. Die einzelnen Themen werden in enger Absprache mit den Arbeitskreisteilnehmer*innen festgelegt.

Datum: Mittwoch, den 21. Februar 2018

Uhrzeit: 14:00 - 16:00 Uhr

Ort: Fachstelle für Sucht und SuchtPrävention 

Thema:  Konsum in der Jugendphase: Zwischen spaßig und problematisch

Die Teilnahme ist kostenfrei, aber um eine Anmeldung wird gebeten.

Fortbildung "Kita MOVE - Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich"

Gespräche mit Eltern sind nicht immer einfach, gerade wenn es um persönliche Themen wie Erziehung und Gesundheit geht. Fachkräfte, die regelmäßig mit Müttern und Väter ins Gespräch kommen - oft zwischen Tür und Angel - berichten, dass es nach schwierigen Elterngesprächen immer wieder auf beiden Seiten zu Ratlosigkeit und Frustration kommt.

Kinder haben das Recht, zu selbstbewussten und resilienten Menschen heranzuwachsen, zu Menschen, die später nicht z. B. auf Suchtmittel zurückgreifen müssen. Den Eltern fällt bei der Erziehung naturgemäß die zentrale Rolle zu. Einige Eltern benötigen hierbei Unterstützung, nehmen aber keine Hilfsangebote oder Elternprogramme in Anspruch. Die fachlich gewünschte Erziehungspartnerschaft zwischen Fachkräften und Eltern setzt neben Vertrauen auch ein eine gelingende Kommunikation voraus. Hier setzt das Schulungsprogramm Kita-MOVE an.

Kita-MOVE unterstützt Fachkräfte dabei, Eltern frühzeitig in ihrem Lebensalltag zu erreichen und bei problematischem oder unsicherem Verhalten Veränderungsbereitschaft zu fördern. Kita-MOVE schult in motivierender Gesprächsführung mit Eltern und versteht sich als "Angebot vor dem Angebot", da es Eltern z. B. zur Annahme externer Hilfen gewinnen kann.

Zielgruppe sind Mitarbeitende aus den Arbeitsbereichen:

  • Krippe, Kindergarten und Familienzentren
  • Kindertagesbetreuung
  • Hilfen zur Erziehung
  • Frühe Hilfen
  • verwandte Arbeitsbereiche

Gruppengröße: min. 12 - max. 14 Teilnehmende

Termine:

  • Mi. 11.; Do. 19. & Do. 25. April 2018
  • jeweils von ca. 8:30  - ca. 17:00 Uhr

Referierende:

  • Ingrid Baum (Dipl. Sozialpädagogin, Erzieherin, Kita-MOVE Trainerin)
  • Anna von Wensiersky (Dipl. Sozialarbeiterin, Erzieherin, Kita-MOVE Trainerin)

Teilnahmebeitrag: 150,00 € (incl. Material und Verpflegung)

Ort: Martin-Luther-Haus, Junkernstraße 5, 37412 Herzberg am Harz

Anmeldung zur Fortbildung "Kita-MOVE - Motivierende Kurzintervention mit Eltern im Elementarbereich"  bis zum 16.03.2018  schriftlich, per Mail oder Fax möglich. Gerne können Sie den Vordruck mit allen Informationen nutzen.

Fortbildung "MOVE - Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen"

Aktuelle Zahlen belegen, dass Erfahrungen mit Alkohol und illegalen Drogen wie Cannabis oder Amphetaminen (Speed) bei einem großen Teil der Jugendlichen und jungen Erwachsenen zum Alltag gehören.

"Eine Party ohne Alkohol? Dass gibt es bei uns nicht, zum Feiern gehört einfach was zu Trinken dazu."

"Kiffen ist doch gar nicht gefährlich, Alkohol ist viel gefährlicher, davon kann man sogar süchtig werden."

"So ein bisschen Speed, dass macht mich einfach fitt. Dann klappt das auch mit der Ausbildung."

So oder so ähnlich äußern sich Jugendliche und junge Erwachsene zu ihren Konsum. Sie sehen ihren Konsum meistens nicht als problematisch und sich selbst nicht als suchtgefährdet an und werden daher freiwillig keine Angebote in der Suchthilfe annehmen. Hier spielen Kontakt- und Bezugspersonen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine wichtige Rolle. Diese können mit Jugendlichen ins Gespräch kommen und eine angemessene Rückmeldung zum beobachteten, möglicherweise riskanten Konsum geben. Für diese Gruppe von (sozial-) pädagogischen Mitarbeitenden bietet das Konzept "MOVE" ein Gesprächsführungskonzept an, wie diese angemessen reagieren können.

Zielgruppe sind Mitarbeitende aus den Arbeitsbereichen:

  • Jugendarbeit und -hilfe
  • Familien- und Erziehungshilfe
  • Schule und Schulsozialarbeit
  • Vereine
  • Betreuungsdienste
  • verwandte Arbeitsbereiche

Gruppengröße: min. 12 - max. 16 Teilnehmende

Termine: Mi. 24., Di. 30. Okt. & Do. 08. Nov. 2018, eweils von ca. 9:00  - ca. 17:00 Uhr

Referierende:

  • Anna von Wensiersky (Dipl. Sozialarbeiterin /-pädagogin, MOVE Trainerin)
  • Christoph Isermann (Dipl. Sozialarbeiter /-pädagoge, MOVE Trainer)

Teilnahmebeitrag: 165,00 € pro Person (incl. Material, Pausenverpflegung und Mittagessen)

Ort: Jugendgästehaus Harz, Scheerenberger Str. 34, 37520 Osterode am Harz

Anmeldung zur Fortbildung "MOVE - Motivierende Kurzintervention bei konsumierenden Jugendlichen"  bis zum 28.09.2018  schriftlich, per Mail oder Fax möglich. Gerne können Sie auch den Vordruck mit allen weiteren Informationen nutzen.

Anna von Wensiersky

Denk mal drüber nach

Fortbildung der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention zum Programm „MOVE“

Nicht belehren, sondern zum Nachdenken anregen. So ließe sich der Grundsatz des Programms „MOVE – Motivierende Kurzintervention bei riskant konsumierenden Jugendlichen“ zusammenfassen. Das Programm soll dabei helfen, mit Jugendlichen ganz niederschwellig über verschiedene Abhängigkeiten oder eventuell kritische Verhaltensweisen ins Gespräch zu kommen. Kurz die eigene Motivation wecken, aber eben keine Vorschriften machen, die ohnehin nur abschrecken. Also mehr ein „Denk mal drüber nach“ als ein „Du solltest das nicht“.

Anna von Wensiersky und Christoph Isermann von der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention des Diakonischen Werks im Kirchenkreis Harzer Land haben sich mit „MOVE“ auseinandergesetzt und geben es jetzt weiter. Gerade erst endete im Haus der Jugend in Osterode ein Workshop für Mitarbeiter der Jugendhilfe, in Schulen und anderen Einrichtungen, in denen es manchmal wichtig ist, Jugendliche nur mit wenigen Worten auf ihre Verhaltensweisen aufmerksam zu machen.

„Um diesen Kurs anzubieten, mussten wir eine Trainerausbildung machen, Berufserfahrung haben und wir müssen es zu zweit machen“, erläutern sie. Wenn auch die Ansprache an die Jugendlichen manchmal fast beiläufig wirkt, das, was hinter dem Programm steht ist es eindeutig nicht. „Es war viel Theorie, viele Übungen in Kleingruppen, viel Hintergrund wissen und wir hatten Herrn Sindram von der Polizei als Referent da“, erläutern von Wensiersky und Isermann die drei Tage, an denen sie die Teilnehmer schulten.

Die wiederum empfanden die Fortbildung als sehr praxisorientiert und hilfreich. „Wir kommen aus Salzgitter, da haben wir ein solches Angebot noch nicht entdecken können“, lobten zwei von ihnen. Was sie nun mit dem neuen Wissen anfangen, liegt bei ihnen. Im besten Fall aber bringen sie einige Jugendliche dazu, über ihr Konsumverhalten zu reflektieren und dann Schritt für Schritt ein Problem zu erkennen und nach Lösungen zu suchen. Wenn das auch langwierig klingt, so ist es auf jeden Fall effektiver als unpersönliche und erdrückende Vorträge über Abstinenz oder manch andere Herangehensweise, die die Jugendlichen nicht erreicht.

Anna von Wensiersky

Gewinnerinnen in die Luft geschickt

Preisübergabe des Wettbewerbs der Suchtberatung auf dem Luther-Happening

Der Höhepunkt des Luther-Jahres war im Kirchenkreis Harzer Land eindeutig das Happening unter dem Motto „Danke, Martin!“ am ersten Septemberwochenende in Osterode. Vom großen Konzerterlebnis übers Kindermusical, Grönemeyer-Vortrag, Bibelarbeiten bis hin zum großen Open Air-Festgottesdienst zeigte die Kirchen viele Facetten christlichen Lebens und dessen, was die Reformation bis heute bewirkt. Besonders in Erinnerung geblieben ist vielen der große Markt der Möglichkeiten am Samstag auf dem Kornmarkt.

Hier präsentierten sich die Gemeinden und Institutionen der Region mit unterschiedlichsten Ständen und Aktionen. Einer davon, der Stand der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention und ihres Förderkreises „LoS – Leben ohne Sucht“. Da es dem Organisationsteam aber im Vorfeld zu langweilig erschien, einfach über die Arbeit der Fachstelle zu informieren und Passanten Flyer in die Hand zu drücken, wurden andere Ideen gesammelt.

Das Gegenteil von Abhängigkeit ist Freiheit, die wiederum lässt sich durchs Fliegen symbolisieren, denn über den Wolken ist sie bekanntlich grenzenlos. So ähnlich war die Assoziationskette, die schließlich zu einem Luftballon-Weitflug-Wetttbewerb führte, bei dem die Teilnehmer drei Rundflüge mit einem Motorsegler des Luftsportvereins Osterode in Hattorf gewinnen konnten.

Inzwischen sind etliche der etwa 200 gestarteten Luftballons ins Harzer Land zurückgeschickt worden, so dass die Gewinnerinnen ermittelt werden konnten. Ein Ballon beispielsweise landete in Ilsenburg, wo ihn jemand fand, der dort gerade Urlaub machte. Der Ballon der neunjährigen Amelie flog bis nach Hilkerode. Allerdings mussten ihre Eltern dem Finder erst einmal erklären, dass ihre Tochter nicht süchtig ist, sondern bloß an einem Gewinnspiel teilgenommen hatte.

In der vergangenen Woche wurden die Gewinnerinnen in die Fachstelle in Herzberg eingeladen und bekamen die Fluggutscheine überreicht. Neben Amelie Schimschal gewannen noch die sechsjährige Salome Baltermann, für die aber ihre Eltern den Gewinn abholten, sowie Jessica Keil, die eigentlich in Insbruck wohnt und den Flug wohl nicht für die Heimreise nutzen kann. Hat sie auch nicht vor, denn genau wie die anderen beiden Gewinnerinnen, freut sie sich im kommenden Jahr auf einen Rundflug über den Harz, bei dem sich die bekannte Heimat mal aus einer ganz anderen und ungewohnten Perspektive entdecken lässt.

Ingrid Baum von der Fachstelle sowie Heidelore Nolte als Vorsitzende des Förderkreises freuten sich wiederum, dass sie mit ihrer Aktion für Freude und so zudem für eine bleibende Erinnerung ans Luther-Happening sorgen konnten. Und Informationen zur Arbeit der Fachstelle können sich Interessierte ja auch jeder Zeit vor Ort in Herzberg oder hier auf der Homepage holen.

Die FSP wünscht einen schönen Advent

Das Team der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention im Kirchenkreis Harzer Land wünscht allen Klient*innnen, Patient*innen und Kooperationspersonen eine schöne Adventszeit. 

Angehörige suchtmittelabhängiger Menschen sind Mitbetroffene

Bericht aus dem Kurs für Angehörige von Suchtkranken

Die Fachstelle für Sucht und Suchtprävention hat in diesem Herbst ein Kursangebot für Angehörige durchgeführt. Mit Angehörigen sind in der Regel Partner und Partnerinnen, Eltern, Großeltern und Kinder gemeint. Über fünf Sitzungen hatten Angehörige die Möglichkeit, sich über Suchtentwicklung, Hilfestellungen im Umgang damit, Folgekrankheiten und Behandlungsmöglichkeiten zu informieren.

Der Kurs wurde von zwei Mitarbeiterinnen der Fachstelle geleitet, unter Einbeziehung der dortigen Fachärztin. Er war mit 10 Teilnehmer*innen gut besucht. Neben den Informationen wurde den Angehörigen auch vermittelt, wie wichtig es ist, trotz der Sorge um den Betroffenen, auf sich selbst zu achten. Das Zusammentreffen der Angehörigen und das Erkennen, dass man nicht alleine in Umgang mit dieser schwierigen Situation ist, wurde von den Teilnehmer*innen als sehr entlastend erlebt.

Das Kursangebot wird daher von der Fachstelle in regelmäßigen Abständen wiederholt. Außerdem können sich Angehörige gerne auch ohne Kursangebot eine Beratung in Anspruch nehmen. Erstkontakt und Terminabsprache bitte telefonisch unter 05521 / 69 16.

Simone Jörg
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Bericht aus dem Methodenworkshop zur Cannabisprävention

Vorstellung des neuen Methodenkoffer Cannabisprävention

Am 20. September trafen sich Schulsozialarbeiterinnen und Beratungslehrkräfte in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention um neues Material zur Cannabisprävention kennenzulernen und auszuprobieren. In dem interaktiven Workshop ging es nicht nur um die Vermittlung von Substanzinfos, sondern auch um die Auseinandersetzung mit Konsumgründen und Alternativmöglichkeiten.

Neben einem kurzen Inputvortrag wurden die unterschiedlichen Methoden direkt mit den Teilnehmenden ausprobiert: So spielten "Die Grünen" gegen "Die Blauen" das große Kifferquiz, wobei "Die Blauen" haushoch gewonnen haben. Auch mussten die unterschiedlichen Streckmittel in einem Steckpuzzle richtig eingefügt werden, "Ist Blei jetzt in Haschisch oder Marihuana beigemischt?" war dabei nur eine Frage. Am Ende konnten aber alle Substanzen zugeordnet werden. Auch das Bilderrätsel konnte gelöst, sowie Alternativen zum Cannabiskonsum gefunden werden. Abgerundet wurde die Veranstaltung mit den neuen Clips von den "Rauchmelder - Chris und Nik machen den Cannabis-Check" des LKAs, die ebenfalls auf einer DVD im Koffer enthalten sind.

Den Teilnehmenden hat der Workshop nicht nur viel Spaß gemacht, sondern auch die ein oder andere neue Erkenntnis und neue Impulse für die eigene suchtpräventive Arbeit in der Schule.

Der Methodenkoffer Cannabisprävention kann nach vorheriger Einweisung in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention ausgeliehen und in eigenen Veranstaltungen genutzt werden. Darüber hinaus ist es natürlich möglich, dass Seminare zusammen mit der Präventionsfachkraft durchgeführt werden können. Bei Interesse können Sie sich gerne direkt bei Frau Wensiersky melden. 

Anna von Wensiersky

Zwischen Helfen wollen und / oder Hilfe brauchen

Ein Kurs für Angehörige von Suchtkranken

Ein Kurs für volljährige Angehörige von suchtkranken oder riskant konsumieren­den Menschen (Partner*innen, volljährige Kinder, Geschwister, Eltern und andere naheste­hende Familienmitglieder)

Angehörige von suchtkranken Menschen versuchen oft alles zu tun, um ihrem betroffenen Familienmitglied zu helfen. Sie halten Stress, Belastungen und Verantwortung aus und fühlen sich erschöpft, weil sie ihre eigenen Bedürfnisse hinten anstellen. Im Kurs gibt es neben Informationen zu Abhängigkeitserkrankungen auch Einheiten zu den Zusammenhängen eigenen Verhaltens und dem Verhalten Suchtkranker. 

Kursthemen sind:

  • Information zu Abhängigkeitserkrankungen erhalten
  • Zusammenhänge zwischen eigenem Verhalten und Verhalten von Suchtkranken einordnen
  • fördernde Verhaltensweisen im Alltag und in Krisen entwickeln
  • Selbstfürsorge lernen
  • Hilfsnetze für Betroffene und Angehörige kennen

Kurstermine:

  • Do. 19.10.2017
  • Do. 26.10.2017
  • Do. 02.11.2017
  • Do. 09.11.2017
  • Do. 16.11.2017

jeweils von 18:15-19:45 Uhr

Die Teilnahme am Kurs ist kostenfrei. Um Anmeldung wird gebeten. 

Simone Jörg
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Ingrid Baum
Schloßplatz 3a
37520 Osterode
Tel.: 05522/901969
Fax: 05522/901961

Luther-Happening "Danke, Martin!" 2017

Aktionsstand auf dem Markt der Möglichkeiten

Nach langen Vorbereitungen war es endlich so weit. Am Samstag, den 02. September trafen sich morgens die ersten Mitarbeiter*innen der Fachstelle und Ehrenamtliche vom Förderkreis und bauten mit vereinten Kräften den Aktionsstand auf dem Markt der Möglichkeiten des Luther-Happening auf. Der Pavillon stand schnell, die Tische aufgebaut, Infomaterial verteilt und die ersten Luftballons waren aufgeblasen, als um 10:00 Uhr das Treiben offiziell begann.

Schon sehr schnell kamen die ersten Besucher*innen um sich am Stand zu informieren, kleine give aways mitzunehmen und am Luftballonweitflug Wettbewerb teilzunehmen. Bei gutem Wetter und hilfreichen "Winden" sind die Luftballons sehr schnell hoch, haben sich Verfolgungsjagden am Himmel geleistet und sind hoffentlich auch weit geflogen. Auch kurze Beratungsgespräche wurden am Stand geführt und verschiedenen Menschen konnte geholfen werden.

Das Ende des bunten Treiben kam abrupt mit einem Schauer am späten Nachmittag. Schnell wurden die nassen Sachen in die Autos gepackt und zurück zum Trocknen in die FSP gefahren. Neben diesem Abschluss war es ein toller und erfolgreicher Tag für die Beratungsstelle, den Kirchenkreis und hoffentlich auch für die Besucher*innen.

Ein großes Dank geht dafür an die super Organsatoren*innen vom Kirchenkreis und dem evangelischen Jugenddienst, ohne die es kein so toller und reibungsloser Tag geworden wäre.

Mein Praktikum in der Fachstelle für Sucht und Suchtprävention